Elbchaussee: Geisterhaus wird abgerissen

Mit lautem Knirschen bohrt sich die Baggerschaufel in den Schutthaufen, Staub wirbelt auf: Die Abrißarbeiten auf dem Grundstück Nummer 227 an der Elbchaussee laufen. Fast sechs Jahre lang stand die als Geisterhaus bekanntgewordene Rohbauvilla leer. Nun wird sie abgerissen, um Platz für einen Neubau zu schaffen. 500 Kubikmeter Bauschutt und 20 Kubikmeter Müll müssen dafür entsorgt werden.

"Im Februar wurde die Baugenehmigung für eine Einfamilienvilla erteilt. Wir sind sehr froh, daß diese häßliche Baulücke nun verschwindet", sagt Rainer Doleschall (60), Sprecher des Bezirksamts Altona. Ein Ägypter hatte 1997 das etwa 3500 Quadratmeter große Grundstück gekauft, dessen Wert auf vier Millionen Euro geschätzt wird. Er ließ das alte Gebäude abreißen und errichtete den Rohbau einer luxuriösen Villa. Weshalb er den Bau nie fertigstellte, bleibt ein Geheimnis. Vor etwa vier Jahren kaufte der Software-Spezialist Marco Börries (36) das Gelände samt Rohbau. Doch auch er baute nicht weiter. Das Grundstück verwahrloste, Jugendliche und Obdachlose nutzten den Rohbau als Treffpunkt. 2003 wurde die Immobilie dann ein drittes Mal verkauft. Der Name des neuen Käufers und der Kaufpreis bleiben jedoch geheim.