Aus für Herrenausstatter Selbach

Klaus-Christian Schulze-Schlichtegroll

Der Herrenausstatter Selbach schließt am kommenden Sonnabend endgültig sein Geschäft am Jungfernstieg. Damit verschwindet wieder ein Hamburger Traditionsgeschäft. Dolf Selbach (76) eröffnete den Shop für feine Herrenbekleidung im Oktober 1968. Im September 1999 veräußerte Selbach seine Firma aus Altersgründen an die Eduard Dressler GmbH (Großostheim).

Als das Geschäft wegen der schwierigen konjunkturellen Lage nicht mehr zu halten war, wurde den sieben Angestellten zum 30. Juni 2002 gekündigt und am 2. Mai dieses Jahres der Räumungsverkauf gestartet. Der erstreckte sich über Monate, weil noch eine lange Zeit versucht wurde, einen Käufer für das Selbach-Label zu finden. Drei Mitarbeiter haben inzwischen einen neuen Job gefunden. Den Übrigen wurde der Vertrag bis zum Jahresende verlängert. Geschäftsführerin Brigitte Klück (52), fast von Anfang an dabei: "Mit Selbach verschwindet eine Institution. Jetzt gehen die letzten Teile über den Verkaufstresen. Wir haben noch Marken wie Selbach, Aigner, Dressler, Burberry, Kiton und andere zu günstigen Preisen vorrätig."

Dass die frei werdende Fläche schnell weitervermietet werden kann, halten Fachleute für fraglich. Der Vermieter, die Bausparkasse Wüstenrot, verlange eine stattliche Miete.

( schusch )

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