Drama bei Hagenbeck: Elefanten-Baby tot

Trauer bei Hagenbeck: Elefantenkuh Lai-Sinh (13) hat am Sonntag nach einem 24-Stunden-Geburtsmarathon ihr erstes Junges tot zur Welt gebracht. Nur einen Monat nach der Geburt einer kleinen Elefantenkuh (dem dritten Nachwuchs von Yashoda, 24) hatten nach 20,5 Monaten am Sonnabendmittag die Wehen bei Lai-Sinh eingesetzt. "Doch nach zehn Stunden schien es irgendwie nicht weiterzugehen", sagt Zoo-Tierarzt Dr. Michael Flügger (41). Er versuchte, die Geburt mit Wehen fördernden Mitteln voranzutreiben. Doch als das Junge, ein kleiner Bulle, um 14.30 Uhr endlich zur Welt kam, war es bereits tot. Flügger: "Das Kalb lag falsch herum, in der so genannten Hinterendlage, und hat sich dadurch die Nabelschnur abgedrückt." Wahrscheinlich war es bereits zu Beginn des Geburtsvorgangs gestorben. Im November 2001 hatte Elefantin Thura (29) ihr Baby kurz nach der Geburt verloren. So groß wie die Trauer um den Verlust des Babys ist, umso glücklicher sind Flügger und die Pfleger, dass Lai-Sinh die schwierige Geburt gut überstanden hat.