Hamburger Hafen

Nabu protestiert am ZDF-Traumschiff „Amadea“

Der Nabu protestierte vor dem ZDF-Traumschiffs „Amadea“ im Hamburger Hafen

Der Nabu protestierte vor dem ZDF-Traumschiffs „Amadea“ im Hamburger Hafen

Foto: Daniel Bockwoldt / dpa

Naturschutzbund will mit seiner Aktion auf die Verantwortung der Fernsehsender bei Schiffsemissionen aufmerksam machen. Ihre Vorwürfe.

Hamburg.  Mit einer überdimensionalen aufblasbaren Lunge hat der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) am Sonntag am ZDF-Traumschiff „Amadea“ am Altona Cruise Center im Hamburger Hafen gegen die Umweltbelastung durch Kreuzfahrtschiffe protestiert. Die von ARD und ZDF genutzten Kreuzfahrtschiffe seien bis zu 30 Jahre alte „Ungetüme ohne Rußpartikelfilter, Katalysator oder Landstromtauglichkeit“, sagte der Hamburger Nabu-Vorsitzende Alexander Porschke. „Auf der Straße wären solche alten Schlorren schon lange entsorgt worden.“

"Traumschiff" sei ein großer Umweltsünder

Das ZDF hat nach Angaben des Nabu für seine „Traumschiff“-Serie mit der „Amadea“ ein 20 Jahre altes Kreuzfahrtschiff gewählt, das unter der Flagge der Bahamas fährt. Die ARD drehe „Verrückt nach Meer“ auf einem noch zehn Jahre älteren Kreuzfahrtschiff. Beide Schiffe verfügten über keine moderne Abgastechnik und gehörten zu den größten Umweltsündern unter den Kreuzfahrtschiffen.

Die gebührenfinanzierten Sender sollten bei der Auswahl ihrer Kreuzfahrtschiffe mindestens darauf achten, dass sie umweltgerecht nachgerüstet werden, sagte Porschke. Die Gesundheitsgefahren von Emissionen aus der Kreuzschifffahrt seien ein ernsthaftes Problem. „Gerade deswegen dürfen ARD und ZDF die aufgezeigten Gefahren bei der Produktion ihrer Unterhaltungsformate nicht ignorieren.“ Wenn das ZDF lediglich darauf verweise, die Reederei halte sich an die gesetzlichen Vorgaben, deute dies auf mangelndes Problembewusstsein.

( epd )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Altona