Möbelhaus

Fußgängerzone vor Ikea in Altona wird vergrößert

Die Altonaer Poststraße soll nur noch bis zum Lawaetzweg für den Autoverkehr freigegeben werden. Zudem soll die Bugdahnstraße ein Teil Fußgängerzone werden.

Hamburg. Der Bezirk Altona plant, die Fußgängerzone rund um den Ikea-Neubau an der Großen Bergstraße zu vergrößern. Demnach soll die Altonaer Poststraße nur noch bis zum Lawaetzweg für den Autoverkehr freigegeben werden, sagt der Vorsitzende des Planungsausschusses, SPD-Politiker Mark Classen.

„Ziel ist es, Autofahrer damit automatisch zum Ikea-Parkhaus zu leiten“, sagt Classen. Zudem soll die Bugdahnstraße ein Teil Fußgängerzone werden. „Sie wird künftig zur Sackgasse mit Wendehammer“, sagt Classen, der damit einen Bericht von NDR 90,3 bestätigt. Am Donnerstag soll der Hauptausschuss der Bezirksversammlung das neue Verkehrskonzept beschließen.

Die Vorschläge, die der Verkehrsberuhigung dienen sollen, kämen vom örtlichen Polizeikommissariat. Nach der Eröffnung des ersten Ikea-City-Möbelhauses am 30.Juni erwarten Anwohner täglich etwa 4800 zusätzliche Autos, Ikea selbst rechnet mit 2300 bis 4100 Fahrzeugen pro Tag. Mark Classen: „Mit den sinnvollen Ergänzungen erreichen wir eine höhere Aufenthaltsqualität für Fußgänger.“

Die nun zur Fußgängerzone erklärten Straßenzüge grenzen direkt an die bereits autofreie Neue Große Bergstraße. Ausschließlich Lieferfahrzeuge sollen nach dem Umbau diese Bereiche noch passieren. Schon seit Beginn der Planungen des Neubaus gibt es Anwohnerproteste gegen die erwartete Zunahme des Pkw-Verkehrs. Laut Bezirksamt werde mit der neuen Regelung die Einmündung Schillerstraße/Ehrenbergstraße entlastet. Altonas Linke bemängeln allerdings, Autos könnten nun nicht mehr zum Postamt fahren. Dazu SPD-Politiker Classen: „Direkt vorfahren kann man nun nicht mehr, das stimmt. Aber es wird gegenüber Stellplätze geben.“ Er sei zuversichtlich, dass das neue Konzept aufginge. Etwa 12.000 Euro soll die Maßnahme kosten.

In Altona baut Ikea ein klassisches Kaufhaus mit neun Stockwerken. 730Parkplätze soll es auf vier Parkdecks geben. Mark Classen: „Ich kenne noch Zeiten, als es an der Großen Bergstraße Karstadt gab.“ Viel mehr Verkehr werde es mit Ikea nicht geben.