100 Jahre Helmut Schmidt

Hausbesuch bei den Schmidts in Langenhorner Doppelhaushälfte

Bürgermeister Peter Tschentscher und seine Frau Eva Maria bei einem Rundgang durch das Privathaus der Schmidts. Sie befinden sich hier vor einer Bücherwand im Arbeitszimmer von Helmut Schmidt.

Bürgermeister Peter Tschentscher und seine Frau Eva Maria bei einem Rundgang durch das Privathaus der Schmidts. Sie befinden sich hier vor einer Bücherwand im Arbeitszimmer von Helmut Schmidt.

Foto: MICHAEL RAUHE

Zwischen Büchern, Bildern und Nippes: So bescheiden lebte das Kanzlerehepaar am Neubergerweg – Zeitreise mit Hamburgs Bürgermeister.

Es steht in der Glasvitrine in Helmut Schmidts privatem Arbeitszimmer, direkt hinter dem braunen Lederstuhl des verstorbenen Staatsmannes. Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) ist nicht sicher, ob er es überhaupt anfassen darf. Letztlich greift er aber doch zu, ganz vorsichtig, und wiegt es in seiner linken Hand. Es handelt sich um ein Schachspiel, mehr als 70 Jahre alt, ein unbezahlbares Erinnerungsstück. Handgefertigt vom Lagerinsassen Schmidt, in wochenlanger Arbeit, in britischer Kriegsgefangenschaft in Belgien. Der junge Offizier hatte es geschnitzt, die kleinen Figuren mit besonderer Sorgfalt. Zwei kamen im Laufe der Zeit abhanden.

Man muss sehr viel Zeit, Geduld und ruhige Finger haben, um so etwas zu schaffen. Jedes der 64 Felder, von denen die Hälfte mit Ersatzkaffee dunkel gefärbt ist, hatte der seinerzeit 26-jährige Gefangene mit einem Loch versehen. So konnten Züge ausgeführt und die Positionen verändert werden. Dieses Schachspiel hatte Schmidt als eine der wenigen Habseligkeiten aus dem Krieg mit nach Hause gebracht. Kein Wunder, dass die Bedeutung zeitlebens immens war.

6000 Einzelteile sind erfasst

Schätze wie diese sollen der Nachwelt erhalten bleiben. Da die geschichtsträchtige Doppelhaushälfte nicht als öffentliches Museum mit starkem Besucherandrang geeignet ist, setzt die Stiftung als Erbin auf virtuelle Hausbesuche im Internet. Aus gutem Grund wird bei Führungen – wenn überhaupt – nur kleinen Gruppen à fünf Personen Zutritt gewährt. Der Platz wurde von Hannelore und Helmut Schmidt optimal genutzt. Alles steht voll mit kleinen und größeren Denkmälern zweier langer Leben. Rund 6000 Einzelteile wurden in akribischer Arbeit in einer Inventarliste erfasst. Nicht in allen Fällen lassen sich Herkunft oder Bedeutung noch klären.

Auf Initiative des Abendblatts begibt sich Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher auf einen ausführlichen Rundgang durch die legendären Räume, in denen Staatsbesucher zu Gast waren, richtungsweisende Hintergrundgespräche geführt und Zeitgeschichte geschrieben wurden. Dieser Sonnabend in der Adventszeit bietet jenseits des Alltags Muße für Besonderes: auf den Spuren von Loki und Helmut Schmidt. Eva Maria Tschentscher hat es sich nicht nehmen lassen, ihren Ehemann an diesem Vormittag zu begleiten. Übrigens: Bei einem Termin mit Österreichs Ex-Bundeskanzler Werner Faymann im August 2018 nutzte Hamburgs Bürgermeister das Schmidt’sche Haus als in Flughafennähe günstig gelegenen, historisch interessanten Treffpunkt.

Für 128.000 D-Mark hatten sie das Haus gekauft

An der Tür des berühmten Doppelhauses mit der Adresse Neubergerweg 80– 82 begrüßt Ulfert Kaphengst die beiden Besucher im Namen der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung. Quasi im Halbkreis kann man durch die Räume gehen. Holzverkleidungen, Dachschrägen und Perserteppiche schaffen eine gemütliche Atmosphäre. Ob viele andere Regierungschefs derart bescheiden gewohnt haben?

Türen gibt es zwischen der Ecke mit dem schwarz lackierten Flügel, dem Wohnzimmer, der kleinen Hausbar und dem Esszimmer nicht. Alles geht ineinander über. In der Mitte sind lediglich die Küche und ein kleiner Hauswirtschaftsraum abgetrennt. Von jedem der Räume fällt der Blick in den Garten. Dort hegte Hausfrau Hannelore ihre Pflanzenwelt.

Weit kommt der Bürgermeister nicht. Weil bereits der Bereich hinter dem kleinen Flur und der gläsernen Tür ein Blickfang ist. An den weiß getünchten Backsteinwänden hängen die Ölbilder des DDR-Malers Bernhard Heisig, Porträts von Loki und Helmut Schmidt, Motive mit norddeutschen Landschaften, Hafenszenen. Die Schmidts schätzten die deutschen Expressionisten Emil Nolde, Max Pechstein oder Ernst Barlach. Helmut Schmidt hatte eine besondere Beziehung zur Worpsweder Künstlerkolonie. Er verbrachte 1937 seine Wochenenden bei einem in Fischerhude lebenden Onkel. Dort lernte er Otto Modersohn und Paula Modersohn-Becker kennen. In die Wand eingelassen sind Vitrinen mit gläsernen Schiebetüren. Dahinter stehen Versteinerungen, Muscheln, winzige Figuren und Skulpturen. Es sind Lokis Mitbringsel aus aller Herren Ländern.

Einschub: Das 1961 vom jungen Ehepaar Schmidt für 128.000 D-Mark, umgerechnet gut 60.000 Euro, erworbene Gebäude in einer von der Neuen Heimat errichteten Reihenhaussiedlung wurde nach und nach umgebaut und erweitert. Ursprünglich betrug die Grundfläche 120 Quadratmeter. Mit Beginn der Kanzlerschaft 1974 und höherem Verdienst investierten die Schmidts 280.000 Mark – für Anbauten, ein Schwimmbad, Garagen. Der Staat brachte etwa 600.000 Mark für Sicherheit wie Zäune, Alarmanlagen und schusssichere Scheiben auf.

Luxus sieht anders aus

Das Ehepaar Tschentscher sieht sich höchst interessiert um. Am Anfang des Wohnbereichs führt eine zweiteilige Treppe mit Holzgeländer in den ersten Stock. Dort befinden sich Schlafzimmer und das Bad. Der Wohnbereich von Tochter Susanne befindet sich in der anschließenden Doppelhaushälfte. In den letzten Jahren seines langen Lebens benutzte Helmut Schmidt einen Treppenlift. In die Holzdecke integrierte Strahler setzen mehr als 20 Bilder ins rechte Licht. Auf halber Ebene rechts, im Hochparterre, geht es durch eine Tür ins private Arbeitszimmer. Auch hier gilt: Luxus sieht anders aus.

„Wirklich bescheiden“, stellt Peter Tschentscher fest. Und: „Es riecht gar nicht nach Rauch.“ Nicht mehr. Die Regale sind restlos gefüllt mit – gut sortierten – Büchern und in Jahrzehnten gesammeltem Krimskrams. Fast alles sind Geschenke, von wem auch immer. Was dem Staatsmann wertvoll und heilig war, ist hinter Glasscheiben verwahrt. Silberne Zigarettendosen sind zu sehen, Gefäße für Schnupftabak, Münzen wer weiß woher, Minitöpfe aus Zinn, Schälchen, Medaillen sowie exotische Figuren.

Schmidt schrieb in Grün

Bekannt sind Bedeutung und ideeller Wert des zu Beginn beschriebenen Schachspiels. Das gilt ebenso für eine Münze mit der erstaunlichen Währung „Schmidtchen“. Peter Tschentscher betrachtet das zwei Zentimeter große Teil interessiert. Auf der Rückseite steht: „Der Bundeskanzler bei Krupp.“ Daneben ist das Datum gestanzt: 1.9.1978. Begleiter Ulfert Kaphengst von der Stiftung kennt Details. An diesem Tag vier Jahre nach Amtsantritt als Bundeskanzler nahmen Hannelore und Helmut Schmidt mehrere Termine im Ruhrgebiet wahr. Bei Krupp in Essen hatten Lehrlinge zu diesem Anlass eine Münzpresse gebaut. Randnotiz: Später an diesem Tag stand ein Besuch in der Essener Grugahalle auf dem Programm. Dort waren 6000 Namensvettern der Schmidts versammelt. Kein Witz.

Doch gibt’s im privaten Arbeitszimmer viel mehr zu studieren. Auf dem Schreibtisch stehen Zinkbecher, in denen farblich getrennt Stifte stecken. Meistens handelt es sich um ganz gewöhnliche grüne Filzstifte. „In der Amtshierarchie zeichnet damit ausschließlich der Chef Unterlagen ab“, weiß Bürgermeister Tschentscher aus Erfahrung. Jede Führungsebene hat ihre eigene Farbe. Auch nach dem Abschied aus dem Kanzleramt setzte Schmidt diese Angewohnheit fort. Zeitlebens.

In den Büchern, die Archivarin Heike Lemke früher in den Schränken penibel positionierte, liegen Notizzettel mit Schmidts Schrift. Grundsätzlich in Grün. „Er war ein preußischer Hanseat“, sagt Peter Tschentscher zu seiner Ehefrau. Alles hat eine perfekte Ordnung. „Philosophen A–Z“, steht auf einem weißen Zettel unter einem Bord. Mehr als 20 Bände von und über Immanuel Kant lagern dort, darunter das Hauptwerk „Kritik der reinen Vernunft“. Im Fach daneben befindet sich ein Buch „Witze und Fabeln“. Auf dem Boden steht ein Rollator, vor dem Schreibtisch eine abgenutzte Aktentasche. Als wenn es gestern war.

Aftershave von Dior

Neben üblichen Arbeitsutensilien wie Hefter oder eine Holzschale mit Büroklammern sind auf dem Schreibtisch Kerzenleuchter, Silberbehälter mit Notizzetteln, ein Salzstreuer und eine Schildkröte zu entdecken. Auf der Fensterbank daneben liegen ein elektrischer Rasierapparat und ein Aftershave der Marke Dior. Im Sommer konnte Schmidt durch das Glas auf eine Clematis blicken. Die hatte Loki im Garten gepflanzt. Sie gedieh prächtig.

Vor dem Schreibtisch stehen zwei Rattansessel mit braunen Kissen und ein passender Glastisch. In der Silberdose, ein Geschenk des Bürgermeisters Ole von Beust, sind Schnupftabakschachteln der Sorte „Gletscherprise“ sowie Schmidts geliebte Reyno-Zigaretten mit Mentholgeschmack gestapelt. So als würde der Hausherr gleich zurückkommen. Hier und an mehreren anderen Lagerorten mit Zigaretten und Zigarren (für Gäste) in jedem der Räume erstaunt die enorme Anzahl von Billigfeuerzeugen – größtenteils mit Werbeaufdruck. Entweder mochte er sie; oder er war zu sparsam für teure Produkte.

Bevor es hinunter ins Wohnzimmer geht, eine Zwischenbemerkung: Für Peter Tschentscher ist es heute der dritte Besuch im Doppelhaus Neubergerweg 80–82. Der sozialdemokratische Bürgermeister wird am 20. Januar 53 Jahre alt und ist mithin fast ein halbes Jahrhundert später geboren als Helmut Schmidt. Beide waren Vorsitzende des SPD-Kreisverbandes Nord. Der Jüngere schrieb dem Urgestein zum Geburtstag stets eine Glückwunschkarte. „Dafür hat er sich immer persönlich bedankt“, erinnert sich Parteifreund Tschentscher, „formvollendet, mit Brief und Unterschrift.“

Der Ehrenbürger, berichtet der Bürgermeister weiter, „hat sich in der SPD durchaus blicken lassen“. Und seine Meinung habe er zuweilen in Leserbriefen an die Parteizeitung des SPD-Kreises zum Ausdruck gebracht. Vor einer Wahlkampfveranstaltung im Januar 2011 habe Schmidt sich als Besucher angekündigt. Im Langenhorner Lichtspielhaus lauschte der betagte Staatsmann in der ersten Reihe der Rede des damaligen Kandidaten Olaf Scholz. „Hat er anständig gemacht“, urteilte Schmidt anschließend. Ans-tändig, mit spitzem „st“. Das war so etwas wie ein Ritterschlag unter Genossen.

Zwei Intarsien-Stühle als Geschenk zum 65. Geburtstag

Nun aber wirklich hinunter in die Räume, in denen Staatsoberhäupter aus der ganzen Welt zu Gast waren. Woher stammen wohl der Pfeifentabak, die Filterzigaretten aus China oder der „President“-Schnupftabak? Auf dem kurzen Weg vom Piano zur Sitzecke vor den breiten Bücherschränken stoppt das Ehepaar Tschentscher an zwei wunderbar gemusterten „Hochzeitsstühlen“. Es handelt sich um traditionelle Intarsienkunst der Tischlerei Dahm in Neuengamme – als Geschenk der Hamburger SPD zu Helmut Schmidts 65. Geburtstag 1983. In die eine Rückenlehne ist der Namen des Geburtstagskindes, in die andere der seiner Ehefrau eingearbeitet. Dazwischen steht ein Schachbrett als Tisch. Darauf platziert ist, man wundert sich in diesem Haus über gar nichts mehr, ein Aschenbecher. Die Tschen­tschers schmunzeln.

Doch nutzte das verstorbene Ehepaar die Sitzgelegenheiten nicht nur zum Spiel, sondern ebenfalls zum Fernsehen. Allerdings wurde das uralte Röhrengerät nach Lokis Tod gegen einen modernen Flachbildapparat ausgetauscht. Warum wegschmeißen, was bewährt ist und noch funktioniert, wird sich der Altkanzler gedacht haben. Apropos: Vis-à-vis der Sitzecke mit den rotbraunen Ledersofas steht ein nicht ­minder altmodischer Plattenspieler im Regal. Daneben befinden sich Vinylscheiben mit klassischer Musik. Obenauf zeigt eine Plattenhülle Helmut Schmidt als Interpreten von Johann Sebastian Bach.

Vor dem Fenster hängt ein Bauer mit zwei künstlichen Vögeln, eine Art Spieluhr. Zieht man das Werk auf, zwitschert das Duo. „An solchen Kleinigkeiten hatte Herr Schmidt einen riesigen Spaß“, weiß die seit drei Jahrzehnten im Hause wirkende Haushälterin. Nach wie vor hält sie alles in Schuss. Die Dame weiß über das Haus und die Schmidts mehr als jeder andere. Zu ihrer Treue zählt ewige Verschwiegenheit. Daher möchte die sympathische Hamburgerin auch nicht öffentlich in Erscheinung treten.

Sie sammelten Stäbe von alten Silvesterraketen als Kaminholz

Schauen wir uns weiter um. Und betrachten einen der von Loki Schmidt Ende der 1970er-Jahre handbemalten und signierten Wandteller. Durch den Verkauf organisierte die Kanzlergattin und engagierte Botanikerin Geld für eine Stiftung zum Schutz gefährdeter Pflanzen. Ein Stück weiter sehen wir eine gerahmte Liebeserklärung von Susanne Schmidt an ihre Mutter und ihren Vater. Mit Datum 24. Dezember 1982 hat sie den beiden mit mühevoll gepinselten Buchstaben urkundlich versichert, „die besten Eltern der Welt“ zu sein. Gewiss konnte ihr Vater nach dem unfreiwilligen Ende seiner Kanzlerschaft am 1. Oktober 1982 privaten Zuspruch besonders gut gebrauchen.

Rechts neben der Musikecke mit dem Plattenspieler sind ein offener Kamin und ein Eisenkorb mit Holzscheiten zu sehen. Draußen vor der Tür befindet sich stets Nachschub. Die Schmidts sammelten in der Nachbarschaft sogar die Holzstäbe abgebrannter Silvesterraketen als brennbares Material. Freunde berichten, dass Helmut Schmidt es geliebt habe, das Feuer selbst zu entflammen und vor der Glut zu sinnieren. Gelegentlich trank er dabei einen mit Baileys angereicherten Tee oder Kaffee. Lieblingsgetränk jedoch war zeitlebens Coca Cola mit viel Eis.

Anlass, einen Moment innezuhalten. „Wo, Herr Bürgermeister, haben Sie Helmut Schmidt erstmals gesehen?“ Als Schüler war das, etwa im Alter von 14 Jahren, am damaligen Wohnort in Oldenburg. Gemeinsam mit zwei Mitschülern habe Peter Tschentscher einen Wahlkampfauftritt des Kanzlers „Schmidt Schnauze“ erlebt – und Gefallen gefunden.

Auf Knopfdruck fetzt an der Bar Louis Armstrong los

Als Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung gab es Anfang der 1990er-Jahre einen ersten direkten Kontakt. Einige Jahre später, erinnert sich Tschentscher, erschien Helmut Schmidt einmal unangemeldet bei einer Vollversammlung des SPD-Kreisverbandes Hamburg-Nord: „Gut, dass man als einfaches Mitglied auch mal zu Wort kommt.“ Wieder mal hatte der ausgeschlafene Senior den Applaus auf seiner Seite.

Zurück in die Gegenwart, hinein in die Bar, vom Ehepaar Schmidt „Kneipe“ genannt. Einzelheiten dieser gemütlichen Kommunikationsstätte vergangener Zeiten sind an anderer Stelle dieser Ausgabe zu lesen: Im Beitrag über Helmut Schmidts Leibwächter und Barkeeper „Otti“ Heuer. Jetzt nur so viel: Auch Eva Maria und Peter Tschentscher finden spontan Gefallen an der Figur des Jazztrompeters Louis Armstrong. Wenn man den schwarzen Knopf auf dem Sockel drückt, fetzt „Satchmo“ lustvoll los.

Zum Ausklang einer faszinierenden Reise durch das Leben des Ehepaars Schmidt gibt es Klönschnack, Kekse und Kaffee im Esszimmer nebenan. An diesem Ort mit viel Tageslicht wurde früher gefrühstückt, Zeitung gelesen, Pläne geschmiedet – und kräftig gepafft. Dazu passt die mit Schnörkeln verzierte Zigarettendose aus Silber auf dem Tisch. „Sie ist ein Geschenk des früheren indonesischen Präsidenten Bacharuddin Jusuf Habibie“, weiß Ulfert Kaphengst. Eine Gravur im Deckel verweist auf Schmidts Besuch in Jakarta im November 1997.

An den Wänden hängen zumeist maritime Motive. In einem Schrank, hinter Glas, stehen Hannelore Schmidts Erinnerungsstücke von Reisen nach Übersee. Auch nach 90 Minuten gibt es für Peter Tschentscher weiterhin Spannendes zu sehen. Noch einmal wird Kaffee nachgeschenkt. Als Zugabe lockt gezuckertes Apfelbrot, von der Haushälterin nach Lokis traditionellem Rezept zubereitet. Darin enthalten sind zwei Apfelsorten: eine mit rotem Fruchtfleisch sowie Holsteiner Cox.

Irgendwie schmeckt diese Spezialität nach früher. Oder prägt das Gefühl den Geschmack? Auf jeden Fall schmeckt es richtig gut.