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Schauspiel-Stars kommen im April zum Theaterfestival

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„Der Menschenfeind“ von Molière mit Ulrich Matthes (l.) und Kollegen vom Deutschen Theater Berlin gastiert am 21. und 22.4. im Schauspielhaus.

„Der Menschenfeind“ von Molière mit Ulrich Matthes (l.) und Kollegen vom Deutschen Theater Berlin gastiert am 21. und 22.4. im Schauspielhaus.

Foto: ARNO DECLAIR

Festivalchef ist nicht der schlechteste Job – wenn man gern ins Theater geht: 53 Inszenierungen hat sich Nikolaus Besch angeschaut, quer durch die deutschsprachige Theaterlandschaft ist er gereist, bevor sich für sechs herausragende Produktionen entschieden hat, die er zum Hamburger Theaterfestival 2020 einlädt. Dreimal Berlin, einmal München, einmal Köln, einmal Wien, immer hochkarätige Ensembles. Den Auftakt macht im April eine Arbeit der Regisseurin Anne Lenk, die auch die Jury des Berliner Theatertreffen überzeugt hat: „Der Menschenfeind“, eine Inszenierung aus dem Deutschen Theater Berlin (21./22.4., Schauspielhaus) mit Ulrich Matthes in der Titelrolle. Der Kern des Stücks sei die Komik, so die „Berliner Morgenpost“ in ihrer Kritik: „Tatsächlich gibt es an diesem Abend Momente, in denen das Prusten vereinzelter Zuschauer die Schauspieler fast übertönt.“

Ebenfalls am Schauspielhaus verspricht eine Produktion vom Burgtheater erneut Theaterspaß: „Der nackte Wahnsinn“ ist eine rasante Klipp-Klapp-Komödie, die der Burg-Herr Martin Kušej aus seiner Münchner Zeit mit nach Wien genommen hat. Am 29. und 30. Mai bringt er für zwei Vorstellungen auch Norman Hacker (früher am Thalia) und Sophie von Kessel zum Theaterfestival.

Gleich doppelt vertreten ist Regisseur Bastian Kraft, der mit „Lulu“ vom Residenztheater München (24.5./25.5., Kampnagel) und mit „Die schmutzigen Hände“ vom Schauspiel Köln (31.5./1.6., Thalia) im Programm steht. Molières „Amphitryon“ (3.6./4.6., Ernst Deutsch Theater) kommt in einer kreischbunten Herbert-Fritsch-Inszenierung der Berliner Schaubühne mit Joachim Meyerhoff, Annika Meier, Bastian Reiber und anderen. Das starke Finale gehört Cordelia Wege in „Endstation Sehnsucht“ (11.6./12.6., Thalia). Die große frühere Volksbühnen-Schauspielerin hatte damit am Berliner Ensemble Premiere. Regie: Michael Thalheimer. Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit den früheren Thalia-Stars Maren Eggert, Peter Jordan und Hans Löw. Sie versuchen sich nach John von Düffels Konzept im St. Pauli Theater an einer Leseprobe von Strindbergs „Totentanz“. Karten für alle Vorstellungen sind ab sofort im Vorverkauf.

Hamburger Theaterfestival 21..4. bis 12.6., Karten zu 18 bis 68 Euro

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