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Die lange Nacht der Mondlandung im Planetarium

AEin Bild, das um die Welt ging: Der Astronaut Edwin „Buzz“ Aldrin im „Meer der Ruhe“, dem Zielgebiet von Apollo 11 auf der Mondoberfläche. +++ dpa-Bildfunk +++

AEin Bild, das um die Welt ging: Der Astronaut Edwin „Buzz“ Aldrin im „Meer der Ruhe“, dem Zielgebiet von Apollo 11 auf der Mondoberfläche. +++ dpa-Bildfunk +++

Foto: Nasa / dpa

„The Eagle has landed“ – der Adler ist gelandet: Neil Armstrong steigt langsam die Sprossen der Landefähre „Eagle“ herab, macht einen kleinen Schritt und steht als erster Mensch auf der pudrigen Oberfläche des Mondes. Ein Ereignis, das die Welt vor 50 Jahren zusammenrücken ließ – auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges. Mehr als 600 Millionen Menschen weltweit verfolgten die flimmernden Schwarz-Weiß-Bilder der Mondlandung auf ihren Fernsehbildschirmen.

Nun liefert der Dokumentarfilm „Apollo 11“ von Todd Douglas Miller zum ersten Mal unveröffentlichte und überraschend hochauflösende Originalaufnahmen (in Farbe!), die unmittelbar in die Perspektive der Astronauten Armstrong, Aldrin und Collins versetzen. Die Hamburger UCI-Kinos zeigen den Jubiläumsfilm am Sonntagabend in Othmarschen, Wandsbek und im Mundsburg-Center.

Im Planetarium wird bereits am Sonnabend ab 19 Uhr Die lange Nacht der Mondlandung mit einer Reihe von Shows, Vorträgen und Musik gefeiert: Die preisgekrönte 3-D-Simulation „Capcom Go! Mit Apollo zum Mond“, eine Produktion des britischen National Space Centre, zeigt eine räumliche Rekonstruktion der Mondlandung auf der Projektionsfläche der Sternenkuppel. „Fly Me To The Moon – And Beyond“ – eine Reise zum Mond zwischen Swing und Klassik – ist als „astronomisch­musikalische Hommage an die Apollo­Astronauten“ um 20 Uhr eingeplant. Außerdem können Besucher individuelle Nachrichten aufnehmen und diese ab 1 Uhr zum Mond schicken. Kein Scherz. Die Echos werden anschließend aufgezeichnet und sind digital abrufbar.

Das Magazin-Filmkunsttheater, ganz in der Nähe des Planetariums gelegen, zeigt am Sonntag (15 Uhr) den Spielfilm „Aufbruch zum Mond“ mit Ryan Gosling in der Rolle des Neil Armstrong. Regisseur Damien Chazelle („La La Land“) gelingt mit diesem Biopic eine spannende Nacherzählung der Apollo-Mission – besonders die oscar­prämierten visuellen Effekte und der exzellente Ton machen diesen Film sehenswert. Ergänzt wird das Kinoprogramm von einer Bildergalerie und ausgestellten Raumfahrt-Exponaten. (hssp)