Theater-Tipp

Licht aus, Spot(t) an beim Kabarett-Fest im Lustspielhaus

Das Berliner Trio Die Distel hat am 9.3. Premiere mit „Zwei Zimmer, Küche: Staat"

Das Berliner Trio Die Distel hat am 9.3. Premiere mit „Zwei Zimmer, Küche: Staat"

Foto: Johannes Zacher

Eigentlich, so sagen die Macher und Mitarbeiter in Büro und hinterm Tresen, sei in Alma Hoppes Lustspielhaus ja während des ganzen Jahres Kabarett-Fest. Die Zahl der Gastspiele im Hamburger Satire-Theater ist seit Eröffnung 1994 immens gestiegen. Seit dem fünften Geburtstag des Hauses 1999 feiern die „Hoppes“ das Jubiläum nicht nur mit einer Gala, sondern im März mit einem Fest. Licht aus, Spot(t) an: Unter diesmal 26 Programmen finden sich ein Dutzend Premieren und einige frische Gesichter.

Dazu gehört trotz 20 Berufsjahren auch Kai Magnus Sting (40): Der Spötter aus Duisburg schöpft aus dem Alltag stets neue Pointen, am 5.3. holt Sting seine im Herbst ausgefallene Hamburg-Premiere von „Sonst noch was?“ nach. Gut zehn Jahre reifer und in Beziehungen abgehärtet ist der Stader Stephan Bauer, der sich am 6.3. im neuen Programm sagt: „Vor der Ehe wollt ich ewig leben.“ Das Kölner Duo Onkel Fisch feiert die letzte Party vor dem Brexit (8.3.), und das Berliner Kabarett Die Distel öffnet am 9.3. erstmals in Hamburg „Zwei Zimmer, Küche: Staat“.

Kleinkunst-Narr Erwin Grosche aus Paderborn zeigt im „Warmduscherreport Vol. 3“ Glanzstücke aus 45 Bühnenjahren (10.3.), Musikkabarett-Pädagoge Han’s Klaffl sagt sich am 13.3. „40 Jahre Ferien – Ein Lehrer packt ein“. Zwischen diesen beiden teilt Benjamin Eisenberg (35), zur Jahrtausendwende Deutschlands jüngster Kabarettist, am 12.3. „Pointen aus Stahl & Aphorismen auf Satin“ aus.

Ähnliches gilt für die Münchner Lach- und Schießgesellschaft, die seit 2015 wieder ein Ensemble hat und mit „Exitenzen“ (sic) am 14.3. neu denkt. Philip Simon nimmt von seinem „Meisenhorst“ aus schräge Vögel ins ­Visier (15.3.).

Mit Anny Hartmann, erst kürzlich in „Die Anstalt“ (ZDF) zu erleben, gastiert eine Künstlerin, die als weibliches Pendant des satirischen Erklärers Volker Pispers gilt: „NoLobby is perfect!“, sagt sich die Volkswirtin am 22.3. im neuen Programm. Auch Reiner Kröhnert fehlt nicht: Das Imitatoren-Original und „Angie“-Double vereint am 25.3. in „Kröhnert XXL-Parodisten­kino“ A- und B-Promis von Becker über Daniela Katzenberger bis Trump.

Neues bieten die Musikkabarett-Duos Ass-Dur aus Berlin mit „2. Satz – Largo maggiore“ und Simon & Jan aus Oldenburg mit „Halleluja“ an zwei Gitarren. Apropos Duo: Als solches treten die Lustspielhaus-Herren Alma Hoppe nur bei der Gala am 24. März auf. Am 2. und 3.3. gibt Jan-Peter Petersen sein gelungenes autobiografisches Satire-Solo „Leben zwischen Fisch und Kopf“; am 16./17.3. zeigt Nils Loenicker „Die andere Seite des Nils“ – privat, aber auch politisch aktuell.

Kabarett-Fest Do 1.3.–Sa 31.3. je 20.00, So 19.00, Lustspielhaus (U Hudtwalckerstr.), Ludolfstraße 53, Karten zu 12,50 (erm.) bis 29,50 unter T. 55 56 55 56; www.almahoppe.de