Kindernachrichten

Den größten Wald gibt es in Bayern

Viele von Euch kennen sicher den Satz: "Du siehst den Wald vor lauter Bäumen nicht!"

Dieser Satz soll darauf hindeuten, dass ein Mensch etwas Offensichtliches nicht erkennen kann und dann von anderen dafür geneckt wird. Aber was versteht man nun unter dem Begriff Wald? Nach einer Definition ist Wald eine Fläche der Erdoberfläche, die mit Bäumen bedeckt ist und die eine Mindestgröße überschreitet. Wenige Bäume, die weit auseinander stehen sind also noch kein Wald.

In Deutschland ist mit 11.419.124 Hektar fast ein Drittel der gesamten Fläche des Landes bewaldet. Das wurde bei der Dritten Bundeswaldinventur 2012 festgestellt. Die deutsche Waldfläche hat in den zehn Jahren zwischen 2002 und 2012 um rund 48.000 Hektar zugenommen. Die meisten Wälder gibt es in Bayern. Dort wohnt auch die Familie Thurn und Taxis, die privat den größten Wald besitzt. Hinter Baden-Württemberg folgen bei der Fläche Niedersachsen, Hamburg und Bremen bundesweit auf Platz drei.

Der Holzvorrat stieg in zehn Jahren um 227 Millionen Festmeter auf 3,663 Milliarden Festmeter. Das ist ein Rekordwert und wichtig, weil Holz auch für Möbel, zum Bauen von Häusern oder anderen Projekten und schließlich auch als Feuerholz für den Kamin genutzt wird. Es gibt so viel Wald, weil vor allem im 19. Jahrhundert sehr viele Bäume gepflanzt wurden.

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