Kindernachrichten

Der Stör kehrt zu uns zurück

Der Stör ist ein wahres Urgestein. Denn der Fisch, der bis zu fünf Meter lang wird, lebte bereits vor den Dinosauriern. Er ist also schon mehr als 250 Millionen Jahre alt.

In vielen deutschen Flüssen galt er aber als ausgestorben und wird nun wieder angesiedelt.

Eigentlich lebt der Wanderfisch im Meer, braucht zum Laichen aber die Flüsse. Durch Verschmutzung, Überfischung und Verbauung der Flüsse ist der Bestand jedoch stark zurückgegangen. Nur noch wenige Exemplare leben im Nordostatlantik und schwimmen meist nach Südwestfrankreich, um sich zu vermehren.

In seinem ersten Lebensjahr bleibt der junge Stör noch im Süßwasser, bevor er dann ins Meer schwimmt. Dort bleibt er bis zu seiner Geschlechtsreife. Männchen werden mit neun bis 13 Jahren früher geschlechtsreif als die Weibchen, die erst mit elf bis 18 Jahren Eier ablegen können.

Am Gewässergrund sucht der Stör nach seiner Beute. Er frisst kleine Tieren wie Würmer, Krebse und andere Fische. Damit der Stör sie besser mit seinem vorstülpbaren Maul aufnehmen kann, benutzt er seine vier langen Barteln. Das sind Bartfäden, die am Maul des Fisches hängen.

Auch der Deutsche Angelfischerverband möchte den Stör wieder ansiedeln. Deswegen hat er ihn zum Fisch des Jahres 2014 gewählt.