Kindernachrichten

Streik ist ein erlaubtes Druckmittel

Viele Flugpassagiere und Menschen, die mit Bus oder Bahn zur Arbeit fahren, haben es in diesen Tagen schwer.

Denn in einigen Regionen wird im öffentlichen Dienst gestreikt. Zum öffentlichen Dienst gehören alle Menschen, die beim Bund, bei einem Land, einem Kreis oder einer Kommune, also einem Dorf oder einer Stadt, arbeiten.

Die Beschäftigten einiger Berufsgruppen des öffentlichen Dienstes gehen zurzeit aus Protest nicht zur Arbeit. Sie wollen damit erreichen, dass sie für ihre Arbeit besser bezahlt werden.

Ein Streik wird von einer sogenannten Gewerkschaft organisiert. Jeder Angestellte kann dort Mitglied werden. Die Mitglieder wählen Stellvertreter, die zu den Chefs gehen und verhandeln, wenn eine Berufsgruppe mit ihren Arbeitsverhältnissen oder ihrer Bezahlung unzufrieden ist.

Wenn sich die Gewerkschaft mit den Chefs nicht einigen kann, darf sie die Mitarbeiter zum Streik aufrufen. Meist gibt es erst einen Warnstreik, die Angestellten legen dann nur für kurze Zeit ihre Arbeit nieder. Wenn die Verhandlungen zu gar keinem Ergebnis führen, kann es zu einem richtigen Streik kommen. Darüber müssen die Mitarbeiter zunächst abstimmen. Ist der Streik beschlossen, gehen sie solange nicht zur Arbeit, bis eine Lösung gefunden ist. Die Chefs dürfen sie dafür nicht bestrafen oder entlassen.