Kindernachrichten

Knicks werden zurückgeschnitten

In Stormarn sind viele Felder durch kleine Wälle voneinander getrennt. Auf diesen Knicks wachsen Haselsträucher und andere heimische Gehölze. Sie markieren häufig auch Grenzen.

Alle sieben bis zehn Jahre werden die Knicks wieder auf den Stock gesetzt. So nennt man das in der Fachsprache, wenn Arbeiter die Sträucher und jüngeren Bäume radikal zurückschneiden. Das ist nötig, weil aus den dichten Hecken sonst lichte Baumreihen werden würden. Daher kommt auch der Name Knick: Die Pflanzen werden abgeknickt, ohne dass die Wurzeln beschädigt werden.

In den 1950er-Jahren gab es in Schleswig-Holstein 80.000 Kilometer Knicks. Heute sind davon noch 46.000 Kilometer übrig. Weil die Knicks auch für die Umwelt wichtige Funktionen erfüllen, stehen sie unter dem Schutz des Bundes- und Landesnaturschutzgesetzes. Die bewachsenen Erdwälle sind wichtiger Lebensraum für zahlreiche Pilz- und Tierarten. In einer einzelnen Wallhecke wurden mehr als 2000 Tier-, 1000 Pflanzen- und ebenso viele Pilzarten gefunden. Außerdem brechen die Knicks den Wind und verhindern so, dass fruchtbarer Ackerboden von den Feldern geweht wird.

Auch für Stormarns Bauern sind Knicks ein wichtiges Thema. Bei ihrem Treffen in Bad Oldesloe sprach der Umweltminister des Landes darüber (siehe Seite 3).

( (bja) )

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