Kindernachrichten

Warum drücken wir eigentlich die Daumen?

Daumendrücken hilft nicht immer.

Wir haben doch alle der deutschen Tennisspielerin Sabine Lisicki Glück gewünscht, damit sie das wichtigste Tennisturnier der Welt in Wimbledon gewinnt. Aber wie ihr wisst, hat das leider nicht geholfen. Trotz unserer Wünsche hat sie das Endspiel gegen die Französin Marion Bartoli verloren. Schade! Da hat bestimmt auch jemand der Marion die Daumen gedrückt.

Aber warum drücken wir eigentlich die Daumen, wenn wir anderen Menschen Glück wünschen? Nun: Wenn ihr eure Hand anschaut, könnt ihr sehen, dass der Daumen der beweglichste und kräftigste Finger ist, mit dem wir Gegenstände überhaupt erst greifen können. Deshalb galt der Daumen schon bei den alten Germanen vor vielen Hundert Jahren als Glücksfinger. Beim Daumendrücken wird der Daumen von den anderen Fingern umschlossen und nicht - wie euch vielleicht eure Eltern weismachen wollen - auf die anderen Finger gepresst. Nach altem Glauben stellte der Daumen nämlich einen Kobold dar, den die anderen Finger festhielten. Somit konnte er nicht entkommen und dem, dem wir die Daumen drücken, auch nichts mehr anhaben. Eure Eltern schützen euch nach altem Sprichwort also vor dem Bösen, wenn sie sagen: "Ich drücke dir die Daumen!"