Kindernachrichten

Inventur im Wildpark

Jeder Wildpark muss wissen, wie viele Tiere er hat, wie viel sie wiegen und wie groß sie sind.

Das heißt, er macht Inventur. Inventur kennt man aus Geschäften, dort werden alle Waren gezählt und notiert. Denn jeder Kaufmann muss am Ende seines Geschäftsjahres wissen, wie viele Waren er im Vergleich zum Vorjahr verkauft hat. Er zieht Bilanz und schafft somit die Grundlage für ein neues Geschäftsjahr.

Die Tierpfleger im Wildpark haben dabei mehr zu tun als Waren zu zählen. Beispielsweise beherbergt der Wildpark Schwarze Berge etwa 1000 Tiere. Regelmäßig und ständig kontrollieren die zehn Tierpfleger des Parks deren Gewicht und Größe. Vier von ihnen sind noch Auszubildende, die vollständig eingebunden werden. Die Pfleger zählen von den Bären über die Greifvögel bis zu den Wölfen alle Tiere durch.

Bei dieser Gelegenheit müssen die Tiere auch auf die Waage, ganz gleich, wie groß sie sind. Und gemessen werden sie auch, sogar die Schlangen und die Fledermäuse in ihrem Freiflughaus.

Das ist auch ganz wichtig, denn im Unterschied zu einer Inventur im Einzelhandel, wo es ja nur darum geht, Sachen zu zählen, geht es im Wildpark ja um lebendige Tiere. Gewicht und Größe zeigen, ob ein Tier gesund ist oder ob der Tierarzt mal vorbeischauen muss. Und da reicht es nicht aus, einfach nur zu zählen, ob alle Tiere da sind. Schließlich muss dafür gesorgt werden, dass sie gesund und munter in ihrem Zuhause leben können.