Kleine Fluchten

Ein Magnet in Westerland

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Michael Pasdzior

Foto: pasdzior / Pasdzior

Das Hotel Niedersachsen auf Sylt überzeugt mit seiner nachhaltigen Bauweise

Das Hotel Niedersachsen in Westerland auf Sylt liegt in einer ruhigen Seitenstraße sehr strandnah und nur wenige Meter von der belebten Friedrichstraße entfernt. 1892 in ehrwürdigem Stil erbaut, wurde das Haus seitdem mehrfach grundlegend renoviert und umgebaut - so auch vom heutigen Besitzer Werner Scheidt, der das Hotel Niedersachsen seit 1991 führt.

"Das Haus ist nach dem Magnetfeld ausgerichtet", betont Scheidt, "darauf fußt auch der gesamte Umbau." Geblieben sind Teile des original Dielenbodens sowie einige Möbelstücke, wie zum Beispiel der alte Sekretär im Lesezimmer mit den mehr als 800 Büchern.

In den Zimmern, Suiten und Appartements dagegen erwarten den Gast nun modernste Technik ohne Elektrosmog und eine futuristische Bauweise ohne schädliche Nebenwirkungen der Materialien. Ein ausgeklügeltes System sorgt zudem für ein umweltfreundliches Belüften und Beheizen.

Zauberwort im Hotel Niedersachsen ist der Begriff "cocooning" (das Einkapseln). "Das Gefühl der Geborgenheit gehört für mich in einem Hotel einfach dazu", sagt Werner Scheidt. Die Sky-Suiten eignen sich dafür besonders gut. Hier steht die Badewanne direkt vor dem Bett in der oberen Ebene. Eine kleine Pantryküche kommt zum Vorschein, wenn man die Tür des Schrankes seitlich aufzieht. Schöne Farbakzente bilden vor allem die Vorhänge und Jalousien.

Schlichte Eleganz herrscht auch im Badezimmer und in der separaten Toilette, die durch Milchglasschiebetüren vom Wohnbereich getrennt sind. Die spanischen Fliesen sind in Grau gehalten, das aus Italien kommende, große und runde Waschbecken thront auf einem Sockel und erinnert an einen Waschtrog. Die kantigen Wasserhähne und Armaturen passen vom Stil gut dazu. Genuss versprechen die komfortable Badewanne und die Regendusche.

Der Mittelpunkt des Hauses ist der große lichtdurchflutete Frühstücks-Club, wo der Gast auf weißen Stühlen Platz nimmt. Die grünen Papiertischdecken sind im Retro-Look verziert, und auf jedem Tisch steht eine Blume. Im passenden modernen Design sind auch Besteck und Geschirr. Wurst und Käse sowie Kaffee oder Tee werden gereicht, alles andere ist am Büfett vorrätig. So findet auch hier der persönliche Kontakt zu den Mitarbeitern statt, "denn wir wollen kein anonymes Hotel sein, sondern legen grundsätzlich viel Wert auf ein familiäres Ambiente", erklärt Werner Scheidt. Zum Entspannen steht ein kleiner, aber ebenfalls stilvoll gestalteter Saunabereich zur Verfügung, ebenso die Gartenanlage, in der man im Sommer zum Zeitvertreib Boule spielen kann - und natürlich die Nordsee vor der Tür.

Die Reihe "Kleine Fluchten" gibt es auch als Buch. Jeder der vier bislang erschienenen Bände (Basis, Genießer, Wellness, Verliebte) stellt 50 Häuser vor und kostet 12,95 Euro

+++ Alle kleinen Fluchten zum Nachlesen +++