Anzeige
Ausstellungs-Tipp

Die Menschen am Rande der Welt auf dem Überseeboulevard

Baden macht Spaß: Kinder in Indonesien

Foto: Greenpeace/ Mauthe

Anzeige

Hamburg. Zwischen Korruption, Politik und Landwirtschaft schwindet die Natur. Das Projekt „An den Rändern der Welt“ des Greenpeace-Fotografen Markus Mauthe nimmt die Perspektive derjenigen ein, die davon am stärksten betroffen sind. Dafür hat er 22 indigene Bevölkerungsgruppen auf der ganzen Welt und in den unterschiedlichsten Lebensräumen besucht. In seinen Bildern zeigt er nicht nur die Schönheit der Kulturen, sondern auch den roten Faden, der sich durch seine Reisen gezogen hat, der global und universell ist: Den verzweifelten Kampf der indigenen Stämme ums Überleben und ihre Lebensräume.

Das Ergebnis ist noch bis zum 31. März 2019 auf dem Überseeboulevard in der Hafencity zu besichtigen. Auf rund 60 großformatigen Fotografien sind die Menschen und ihre kulturellen Eigenheiten eindrucksvoll eingefangen. Kleine Texte ergänzen die beeindruckenden Kunstwerke durch die Gedanken des Fotografen – und kommen immer wieder auf die Probleme zurück, vor denen die indigenen Kulturen stehen. Dabei bleibt die Zerstörung ihrer Lebensräume, der Flüsse, Seen und Ozeane, der tropischen Regenwälder Amazoniens wie der Eistundren im Norden Russlands stets im Blickfeld.

Die Bilder sollen die Menschen sprechen lassen, denen sonst kein ­Gehör geschenkt wird oder werden kann, weil kaum einer von ihrem Schicksal weiß. Sie sollen den Betrachter bewegen. Sie wollen zeigen, was Konsumanspruch und Wirtschaftswachstum für andere Menschen bedeuten. Und dass es da etwas außerhalb des eigenen Kulturraumes gibt, das es gemeinsam zu schützen gilt.

Anzeige

Abgebildet ist aber auch der Wandel, dem die indigenen Kulturen unterworfen sind. Einige der Fotos zeigen bewusst gestellte Motive: Von kulturellen Riten und traditionellem Handwerk, von Werkzeug und Kleidung, die heute kaum noch Bedeutung haben. Noch ist das Wissen um diese Traditionen nicht gänzlich verloren. Aber sie verschwinden, diese besonderen Kulturen mit ihrer engen Naturverbundenheit; jeden Tag ein bisschen mehr. Und ein bisschen schneller, wie die ­Natur, in der sie leben.

Parallel zur Ausstellung erscheint am 20. September der Bildband „Lost. Menschen an den Rändern der Welt“ im Knesebeck Verlag (50 Euro) mit Fotos von Markus Mauthe und Texten von Florens Eckert.

„An den Rändern der Welt“ bis 31.3.2019, Überseeboulevard, Eintritt frei

Anzeige