Show-Tipp

Fernsehkoch Alexander Herrmann live am Großmarkt

Die richtige Prise macht auch bei der Live-Show die Mischung: TV-Koch Alexander Herrmann (46)

Die richtige Prise macht auch bei der Live-Show die Mischung: TV-Koch Alexander Herrmann (46)

Foto: dpa Picture-Alliance / David Ebener / picture alliance / dpa

Wie heißt es doch so schön? „Viele Köche verderben den Brei.“ Kochsendungen gibt es hierzulande längst wie Meersalz in der Suppe. 2007 wurde beim Deutschen Fernsehpreis die „besten Kochshow“ prämiert – indes zum bisher einzigen Mal. Die Vox-Reihe „Das perfekte Dinner“ ­gewann vor „Lafer! Lichter! Lecker!“ (ZDF) und „Schmeckt nicht, gibt’s nicht“ (Vox) mit Tim Mälzer.

Alexander Herrmann ist Franke – und mindestens so fernseherfahren wie der Pinneberger Mälzer sowie die Topf-Entertainer Johann Lafer und Horst Lichter. Eine Zeitlang galt Herrmann als „schönster TV-Koch“ Deutschlands; nun tourt der Mittvierziger als „charmanter Franke“. Am heutigen Dienstag tischt Herrmann im Mehr! Theater am Großmarkt erstmals „Schnell mal was Gutes“ auf, getreu dem Titel seines aktuellen Buchs.

Der Starkoch schwingt seit zwei Jahrzehnten auf diversen Kanälen den Löffel. Angefangen vom „Kochduell“ (Vox), seinen eigenen Sendungen „Koch doch“ und „Aufgegabelt“ im Bayerischen Fernsehen, bei Kerner und Lanz sowie in der „Küchenschlacht“ (jeweils im ZDF), als Juror und Coach von „The Taste“ und Moderator vom „Kampf der Köche“ bei SAT.1 bis zu „Verstehen Sie Spaß?“ (ARD).

Herrmann liefert auch eine Typologie der Hobbyköche

Bei der Premiere seiner Show in Bayreuth hatte Herrmann nach wenigen Minuten das Publikum erwärmt – auch dank seines Humors und einer Prise Selbstironie. Und so dürfen auch norddeutsche Freunde der kulinarischen Unterhaltung im Mehr! Theater zwei Stunden Stand-up auf einem gewissen Sterne-Niveau erwarten. Herrmanns Restaurant in Wirsberg schmückt seit 2008 ein Michelin-Stern.

Weniger vornehm wird es, wenn Herrmann erzählt, wie es hinter den Kulissen einer TV-Kochshow zugeht, oder was ein Sternekoch erlebt, wenn er zum Essen eingeladen wird. Und bei seiner Typologie der Hobbyköche kann jeder abschätzen, zu welchem Typ er oder sie zählt: Poser, Rezeptsklave, Banause, panischer Laie oder Klugscheißer. Wie man mit wenig Aufwand viel Geschmack erzeugt, das ist die Frage.

Begleitet wird Herrmann von einem DJ mit Musik und Showeinlagen. Alle Handgriffe des Kochs werden live auf einer Großbildleinwand ­gezeigt, damit auch Besucher weiter hinten in der Halle ihm auf den Finger schauen können. Gekocht und gebraten wird während der Show wie fast nebenbei: das perfekte Steak mit „Geling-Garantie“ etwa, die beste Ente aus dem Ofen und Alexander Herrmanns Lieblingsgericht: das perfekte Fleischpflanzerl, eine Frikadelle auf Bayerisch. Nur mit Käse, wissen weibliche Fans, darf man dem Sternekoćh nicht kommen – den mag er gar nicht.

„Die Koch-Late-Night-Show!“ Di 20.3., 20 Uhr, Mehr! Theater am Großmarkt, Banksstraße 28, Karten ab 36,75 Euro an der Abendkasse