Show

Katie Freudenschuss lädt zur Show

Die komische Musikerin hat heute mit der Reihe „Freudenschuss plus ...“und Gästen Premiere im Schmidt

Show. „Bis Hollywood is eh zu weit“, singt Katie Freudenschuss in ihrem gleichnamigen Programm. Freudenschuss? Erst zwei Jahre ist es her, dass die Halbösterreicherin, die tatsächlich so heißt und in Mittelhessen aufwuchs, erstmals allein auf der Bühne stand. Im Polittbüro am Steindamm feierte sie Solopremiere. Und da liegt der Kiez, St. Pauli also, näher als etwa die US-Traumfabrik.

Heißt in ihrem Fall: Schmidt Theater. Nachdem Katie Freudenschuss im Vorjahr das kleinere Schmidtchen an vier nahezu ausverkauften Abenden solo gerockt hatte, lädt die Songschreiberin und Sachensagerin am heutigen Montag zu ihrer neuen Show „Freudenschuss plus ...“ Darin begrüßt sie mit Kabarettistin und TV-Moderatorin Gerburg Jahnke („Ladies Night“/ARD), Comedienne Lisa Feller („NDR Comedy Contest“) und Allroundkünstler Jon Flemming Olsen (Ingo aus „Dittsche“) namhafte Kolleginnen und Kollegen.

„Trotz meines Soloprogramms finde ich es schön, mit anderen die Bühne zu teilen“, sagt Katie Freudenschuss. Schon bevor die komische, charmante und spontane Enddreißigerin solo durchstartete – sie gewann beim Hamburger Comedy-Pokal 2015 den zweiten Preis –, war sie in der deutschen Musik- wie Kleinkunstszene keine Unbekannte. Die Wahlhamburgerin, Absolventin des Studiengangs für Popularmusik an der Musikhochschule, begleitete live und im Studio etwa Stefan Gwildis oder Dirk Darmstaedter, 2013 als singende Keyboarderin dann ESC-Siegerin Lena Meyer-Landrut.

Drei Jahre lang tourte sie mit An­drea Bongers und dem „Schuh-Mädchen-Report“ und entdeckte für sich mehr und mehr das Theatrale. Bis heute begleitet sie bisweilen die Hamburger Improvisationstheatergruppe Hidden Shakespeare auf der Bühne.

Was nun die Zuschauer bei „Freudenschuss plus“ erwartet? „Im Idealfall mehr Show als Talk“, meint Katie Freudenschuss. Im Schmidt sollen die Gäste aus Kabarett, Comedy, Pop und Entertainment durchaus Raum für eigene Nummern erhalten. „Ich versuche, meine Ideen umzusetzen, aber auch, mir und meinen Gästen Freiheiten zu lassen“, sagt Freudenschuss. Das heißt bei ihr, außer Plaudern, Repertoire aus dem jeweiligen Bühnenprogramm und Gesang stets etwas Improvisation und Spiele auszuprobieren, mithin „immer auch ein bisschen Platz für Chaos“.

Dennoch ist Katie Freudenschuss eine Show-Maxime wichtig: „Ich stelle Runden zusammen, von denen ich denke, sie könnten passen.“ Ein Plus für ihre Premiere: Die Gastgeberin ist mit allen drei Gästen befreundet.

„Freudenschuss plus ...“ Mo 31.10., dann 19.12., 20.2. + 24.4. 2017, jew. 20.00, Schmidt (U St. Pauli), Spielbudenplatz 24, Karten zu 18,50 bis 27,50; T. 31 77 88 99