Ratgeber für den Todesfall

Todesfall

was zu regeln ist

Was sofort zu tun ist


Tritt der Tod zuhause ein, müssen die Angehörigen innerhalb von vier Stunden einen Arzt verständigen, der den Totenschein ausstellt. Der Verstorbene darf noch einen Tag oder auch etwas länger in der Wohnung bleiben, wenn die Angehörigen dies wünschen. Danach wird er in eine Leichenhalle überführt. Bestatter übernehmen je nach Auftrag alle organisatorischen Dinge. Wichtige Dinge, die zu klären sind:

  • Adressen für die Trauerbriefe sammeln
  • Termin für die Trauerfeier vereinbaren
  • Todesanzeige aufgeben
  • Sterbeurkunde beim Standesamt ausstellen lassen
  • Erbschein beantragen, Eröffnung des Testamentes veranlassen
  • Personalausweis, Familienstammbuch bzw. Geburtsurkunde, Grabdokumente, Rentenanpassungsmitteilung, Versicherungsunterlagen und Krankenversichertenkarte bereithalten
  • Bank verständigen
  • Nachricht an die zuständige Post
  • Haustiere in Obhut nehmen oder geben
  • Pflanzen versorgen
  • Wohnung kündigen
  • Telefon abbestellen
  • Auto und Kfz-Versicherung abmelden
  • Vereinsmitgliedschaften kündigen
  • Auf Zahlungsverpflichtungen achten

Trauerfeier und Beisetzung


Zur Vorbereitung der Trauerfeier:

  • Hat der Verstorbene Wünsche oder sogar Verfügungen bezüglich seiner Trauerfeier hinterlassen?
  • Gibt es Gedanken, Sätze oder Zitate, die der Verstorbene häufig verwendet hat, vielleicht sogar eine Art "Lebensmotto"?
  • Welche Musik hat er gerne gehört?
  • Gibt es Lieblingsblumen?
  • Soll statt Blumen eine Geldspende erbeten werden? Damit verbunden die Frage: Gibt es eine soziale, medizinische oder karitative Einrichtung, deren Arbeit der Verstorbene unterstützt hat oder von der er profitiert hat?
  • Hat der Verstorbene einen Verwandten oder Freund, der die Trauerrede halten könnte und würde?

Beileid bekunden


Dies ist wohl eine der schwierigsten Aufgaben überhaupt, weil man sich nie darauf vorbereiten kann und die Hinterbliebenen in einem sehr einsamen Moment erreicht. Aber es müssen nicht immer die großen Gesten sein, sondern hier zählt vor allem die aufrichtige und ehrliche Anteilnahme.

Neben der persönlichen Beileidsbezeugung ist auch ein Kondolenzschreiben möglich. Das Kondolenzschreiben sollte handschriftlich verfasst werden und Trost spenden. Bieten Sie Hilfe an, aber nur die, die sie auch wirklich leisten können.