Viele Hamburgerinnen und Hamburger wollen helfen und die Welt ein Stück besser machen. Aber wofür genau sollte man sich engagieren? Und wie findet man den richtigen Weg?

Stefanie Schuldt kennt diese Fragen aus ihrem Arbeitsalltag. Sie ist Vorstand der Haspa Hamburg Stiftung, die gegründet wurde, um anderen beim Helfen zu helfen. Zu ihr kommen Menschen, die mit ihrem Geld etwas Sinnvolles bewegen wollen. Mit Geld etwas Gutes tun – so schwierig kann das doch nicht sein. Man kann spenden oder vielleicht sogar eine Stiftung errichten, die dann dauerhaft hilft. Dafür benötigt man heute keine großen Beträge mehr. Bei der Haspa Hamburg Stiftung geht das schon ab 25.000 €, weil die Dachstiftung die administrativen Aufgaben bündelt.

Von der Geldanlage zur Sinnfrage

Der Impuls für eine Stiftung kommt oft aus dem Gespräch mit der Bank. Denn die Beschäftigung mit den Finanzen erfordert langfristige Entscheidungen. Wie lange soll das Geld angelegt werden? Wie viel braucht man zum Leben? Was passiert, wenn man stirbt? Das führt dann zu grundlegenden Fragen über die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Wofür steht man ein? Was will man der Welt hinterlassen?

Die Idee für eine Stiftung liegt dann nahe. Bei der Hamburger Sparkasse führt der Weg daher direkt zu den Stiftungsexpertinnen und -experten. Sie kennen sich mit der Materie aus und wissen, wo in Hamburg Unterstützung benötigt wird. Allein unter dem Dach der Haspa Hamburg Stiftung befinden sich aktuell über 355 Stiftungen, die sich größtenteils in Hamburg engagieren. Das schafft einen perfekten Überblick über Initiativen, Vereine und Projekte aller Art.

Persönliche Geschichten als Ausgangspunkt

Nicht jedem fällt die Entscheidung leicht. Immerhin legt man den Stiftungszweck für die Ewigkeit fest. Die meisten angehenden Stifterinnen und Stifter haben aber schnell eine konkrete Idee, wofür sie sich einsetzen wollen. Dahinter stehen oft persönliche Überzeugungen und Erlebnisse.

Stifterin Liselotte Menzer und Stefanie Schuldt von der Haspa Hamburg Stiftung.
Stifterin Liselotte Menzer und Stefanie Schuldt von der Haspa Hamburg Stiftung. © Romanus Fuhrmann

So war es auch bei Liselotte Menzer. Mithilfe der Haspa Hamburg Stiftung fand sie einen Stiftungszweck, der zu ihr passt. Die überzeugte Hamburgerin setzt sich für arme Menschen in ihrer Heimatstadt ein. Mit einem Startkapital von 25.000 € entstand die „Lilo-Menzer-Stiftung“, deren Erträge in Projekte gegen Obdachlosigkeit, Armut und Einsamkeit fließen. Die engagierte Stifterin lässt sich fortlaufend über aktuelle Projekte in Hamburg informieren. Inspiration erhält sie von der Haspa Hamburg Stiftung, die regelmäßig zu Netzwerkveranstaltungen wie dem alljährlichen Stiftungstreffen einlädt. Seit einiger Zeit organisiert sie auch Vor-Ort-Termine bei Förderprojekten, um Stifter und Interessenten mit ausgewählten Einrichtungen in Kontakt zu bringen.

Das nutzt auch Holger Schulz, der 2022 einen Stiftungsfonds für benachteiligte Jugendliche in der Region Harburg errichtete. Auf Einladung der Haspa Hamburg Stiftung ließ er sich im Frühjahr in der Arche Harburg über die aktuellen Herausforderungen im Phoenix-Viertel informieren. Das Kinder- und Jugendwerk Arche ist eine spendenfinanzierte Organisation, die in drei Hamburger Stadtteilen benachteiligte Kinder und Jugendliche mit Mittagessen, Lernangeboten und Ferienangeboten unterstützt. Auch bei Schulz hat der Stiftungszweck einen biografischen Hintergrund. Als Personalberater beschäftigen ihn vor allem Fragen rund um Berufsqualifizierung und Berufseinstieg. Dieses Feld steht auch bei der Arche gerade im Fokus, denn der Anteil älterer Jugendlicher steigt und altersgerechte Angebote müssen geschaffen werden.

Stifter Holger Schulz informiert sich über anstehende Projekte.
Stifter Holger Schulz informiert sich über anstehende Projekte. © Romanus Fuhrmann

Mit den richtigen Fragen zum Ziel

Solche Treffen geben Stifterinnen und Stifter eine wertvolle Orientierung für die laufende Stiftungsarbeit. Und angehende Stifter und Stifterinnen können sie bei der inhaltlichen Ausrichtung ihrer Pläne inspirieren. Der Stiftungszweck sollte dabei nicht zu eng, aber auch nicht zu weit gefasst werden. Denn einerseits braucht eine Stiftung ausreichend Flexibilität, um auch bei neuen gesellschaftlichen oder ökologischen Anforderungen aktiv werden zu können. Andererseits kann ein zu allgemein formulierter Zweck dazu führen, dass die Vorstellungen des Stifters oder der Stifterin nicht immer getroffen werden. Die Stiftungsexpertinnen und -experten der Haspa Hamburg Stiftung sind hier gute Sparringspartnerinnen und -partner. Schließlich haben sie bereits hunderte Stiftungen erfolgreich auf den Weg gebracht.

Mit 6 Fragen zum richtigen Stiftungszweck

1. Werte definieren: Welche Themen sind persönlich besonders wichtig?
2. Bedarf erkennen: In welchen Bereichen besteht Bedarf und wo kann die größte Wirkung erzielt werden?
3. Ziele abstecken: Was soll gefördert werden? Und was nicht? Ist der Stiftungszweck auch in einer fernen Zukunft noch relevant?
4. Gemeinnützigkeit sicherstellen: Ist der Stiftungszweck geeignet, damit die Stiftung als gemeinnützig eingestuft werden kann?
5. Mission festlegen: Wie genau soll der Stiftungszweck umgesetzt werden? Welche Mittel und Wege kommen infrage? Welche nicht?
6. Feedback einholen: Können auch Freunde und Verwandte den Stiftungszweck nachvollziehen und mit dem/der Stifter:in verbinden?

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Das Team der Haspa Hamburg Stiftung bietet individuelle Beratung und ein komplettes Service- und Dienstleistungspaket.

Mehr dazu unter www.haspa-hamburg-stiftung.de.