Veranstaltungszeitplan

Triathlon soll 2020 zum gewohnten Ablauf zurückkehren

Der gebürtige Freiburger Oliver Schiek (49) ist Geschäftsführer von Veranstalter Ironman Germany GmbH.

Der gebürtige Freiburger Oliver Schiek (49) ist Geschäftsführer von Veranstalter Ironman Germany GmbH.

Foto: LeonieHorky / WITTERS

Veranstalter und Senator reagieren auf Kritik am Triathlon-Zeitplan am Sonntag. Staffel-WM am Vormittag schwächer besucht als sonst.

Hamburg. Mit 18-minütiger Verspätung erreichte Andy Grote am frühen Morgen die WM-Entscheidung in der Triathlon-Mixedstaffel. In der Active City waren der Sport- und Innensenator sowie Bürgermeister Peter Tschentscher aktiv an vielerorten gefordert: vom Triathlon zur Beachvolleyball-WM und weiter zum Galoppderby. Die Bilder der Sportstadt flimmerten als beste Hamburg-Werbung über die TV-Kanäle.

Die aufkommende Kritik am Sonntagszeitplan, der entgegen der vergangenen Jahre zunächst die Profistaffel früh um 9.30 Uhr und anschließend die Jedermänner spät bis 20 Uhr vorsah, moderierte Geschäftsführer Oliver Schiek von Veranstalter Ironman Germany weg. „Wir hatten die Wahl zwischen TV-Livebildern oder gar keiner Berichterstattung“, erklärt er. Die ARD sendete die Triathlonstaffel Re-Live knapp zwei Stunden nach Rennende. „Wir sind immer noch eine junge Sportart. Und wenn wir in voller Länge und zudem noch mit einem deutschen Erfolg wie jetzt ins Fernsehen kommen, hilft das enorm“, sagt der 49-Jährige, der selbst jahrelang aktiver Triathlet war. „An diesem Supersportsonntag ging es nicht anders“, ergänzt Senator Grote, der wie Schiek betont: „2020 kehren wir zum gewohnten Ablauf zurück.“

Schon im Vorfeld hatten Breitensportler ihre Anmeldung storniert

Die Staffel-WM am Sonntagmorgen war schwächer besucht als in den Vorjahren. Auch weil viele interessierte Jedermänner als Fans am Streckenrand fehlten. Sie mussten schließlich selbst noch auf die Strecke, wo die letzten – ebenfalls vor einer im Tagesablauf schwächer werdenden Zuschauerschar – erst gegen 20 Uhr das Ziel erreichten.

Schon im Vorfeld hatten anreisende Breitensportler ihre Anmeldung storniert, weil beispielsweise ihre Zugverbindungen früher gingen. „Wir haben uns mit den Betroffenen ausgetauscht und Lösungen gefunden“, sagt Schiek, dessen Unternehmen zudem einen Teil der Übernachtungskosten der WM-Teilnehmer übernahm. Weil der zeitliche Regenerationsabstand zwischen Einzel- und Staffelrennen geringer war, reisten einige Nationen mit einem größeren Kader an. „Ein Grund, warum die Aktiven so gerne nach Hamburg kommen, ist auch, dass wir hier ein sehr erfahrener und verlässlicher Partner sind“, so Schiek.

2020 findet der Triathlon wieder an seinem angestammten Termin am 11./12. Juli statt – sonntags mit den Amateuren vor den Profis. Die Staffel könnte im olympischen Jahr vorerst zum letzten Mal als WM-Entscheidung in Hamburg ausgetragen werden. „Egal, wie die Entscheidung des Triathlon-Weltverbandes dazu ausfällt, Hamburg wird im Staffelformat Teil einer möglichen neuen WM-Serie bleiben“, sagt Schiek.