Kriminalität

Prozess um falsche Polizisten: Auch in Hamburg Betrugsfälle

Einer der Angeklagten steht im Gerichtssaal vor den Richtern.

Einer der Angeklagten steht im Gerichtssaal vor den Richtern.

Foto: dpa

Anrufer aus einem Call-Center überredeten die Senioren mit Geschick zur Herausgabe von Geld, Goldbarren und Schmuck.

Bremen. Vor dem Landgericht Bremen müssen sich seit Donnerstag vier Männer verantworten, die unter anderem in Hamburg Senioren um hohe Geldbeträge gebracht haben sollen. Anrufer aus einem Call-Center in der Türkei gaben sich bei den teils mehr als 90 Jahre alten Opfern als Polizisten aus und überredeten sie mit Geschick zur Herausgabe von Geld, Goldbarren und Schmuck. In mehreren Einzelfällen betrug die Beutesumme laut Anklage mehr als 200.000 Euro und in einem Fall in Braunschweig sogar rund eine Million Euro.

Aufgrund der langen Liste der erwähnten Straftaten, darunter unerlaubter Waffenbesitz, Urkundenfälschung und Betrug, benötigte die Staatsanwaltschaft rund zwei Stunden zur Anklageverlesung. Die Täter schlugen den Angaben nach außerdem unter anderem in Bremen, Braunschweig, Köln und Hamburg. Die vier Männer sind zwischen 25 und 47 Jahre alt. Für den Prozess sind bis Ende September 28 Verhandlungstage angesetzt.