Grindelhof: ADAC fordert Bahnstation

Es kommt Bewegung in die Diskussion um die Öffnung des Grindelhofes: Am kommenden Montag trifft sich der Kerngebietsausschuss des Bezirks Eimsbüttel zu einer öffentlichen Sitzung. Ab 17.30 Uhr diskutieren Politiker im Bezirksamt am Grindelberg (Raum 1275) mit Vertretern des ADAC, der Handelskammer, des Fahrradclubs und Anwohnern über den Plan des Senats, die Straße wieder vollständig für den Verkehr zu öffnen. Doch schon im Vorfeld zeichnet sich ab, dass die Befürworter der alten Regelung einen schweren Stand haben: Einzelhandelssprecher Ulf Kalkmann plädiert lediglich für eine "modifizierte Lösung". Und ADAC-Sprecher Carsten Willms meint, dass "alles so bleiben soll, wie es ist." Willms wünscht sich lediglich, dass die in alten Plänen vorgesehene U-Bahn-Station Johnsallee gebaut und mehr Parkraum geschaffen wird. "Dafür könnte man das Geld sinnvoller ausgeben als für einen simplen Rückbau", so Willms.

Aus Sicht der Polizei scheint die jetzige Lösung verträglicher zu sein. Die Zahl der Unfälle hat sich im Vergleich von 1997, dem letzten Jahr der Zweispurigkeit und 2000 um 23 Prozent verringert. Inzwischen hat sich eine neue Anwohnerinitiative ("Grindelhof lebt") gegründet, die eine Öffnung ablehnt. Unter www.grindelhof-hamburg.de gibt es weitere Informationen im Internet. (ph)

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