Janssen persönlich

Horst Janssen, Hamburgs bis dato noch immer unerreichter Zeichner, der 1995 starb, konnte nicht nur mit dem Zeichenstift umgehen. Er konnte auch schreiben, das ist in vielen Zeugnissen belegt, unter anderem in "Hinkepott", einer, wie er es selbst nannte, "Autobiografischen

Hüpferei". 1987 las er daraus in den Hamburger Kammerspielen; daraus sind drei CDs entstanden, die es lohnt, zu besitzen, nicht nur, weil man - aus Janssens Sicht - erfährt, was er erlebt hat, sondern auch, um es von ihm selbst zu hören. Seine Vorgehensweise bei der Autobiografie: "Ich mach es als Kaleidoskop: die paar Glassplitterchen in dem Ding sind quasi die Elemente, die eine solche Geschichte ausmachen: Information, Klatsch und Tratsch, ,philosophierende' Gedankelei und kaschierte Moralitäten, erinnerte Zärtlichkeiten . . ."

3 CD: Horst Janssen liest "Hinkepott".

Jeweils 14,80 Euro. Merlin-Verlag, ISBN-Nr: 3-926112-91-3.

Spielzeit 212 Minuten.