Schauspielhaus: Heidi Ramlow hat ihren Stammplatz

Hamburg - Wie wärs mit einem Ostergeschenk für die Ewigkeit? Schoko-Eier schmelzen schnell, ein Schauspielhaus-Stuhl bleibt trotz manchen Theatersturms bestehen. Die Schauspielhaus-Aktion "Stühle, die die Welt bedeuten" für die Neuausstattung von Parkett und Balkon läuft noch bis Juni. Fast 200 Stammsitze haben sich Hamburger Spender schon für 590 Euro gesichert. Sie könnten sich auch selber was Gutes tun und einen Sessel mit persönlichem Namenszug gönnen. TV-Regisseurin Heidi Ramlow, seit 30 Jahren Spezialistin für Anwaltssendungen ("Streit um Drei") hats getan. Eigentlich wollte sie Schauspielerin werden. Als Studentin stand sie sich oben im Olymp die Beine in den Bauch. "Vierzigmal haben wir Ella Büchi und die Gorvin in ,Don Gil' gesehen", erinnert sie sich. "Und dann wollte Gustaf Gründgens bei der Renovierung die Stehplätze abschaffen."

Der Architekt Werner Kallmorgen, Vater von Ramlows Freundin Penny, gab GG zu bedenken: "Ich kenne da zwei begeisterte Mädels . . ." - und da durften sie stehen bleiben. Jetzt will Ramlow - die Hamburgerin hat sich die Liebe zum Schauspielhaus erhalten - lieber sitzen. Und zwar genau dort, von wo aus die Regie-Kollegen vom Theater die Proben verfolgen: in der Mitte, 10. Reihe rechts, Platz Nummer zwei. (-itz)

Auch Sie haben Platzwahl unter der Telefonnummer 040-227 15 545; Mail:spende@schauspielhaus.de, www.schauspielhausstuhl.de oder Spende an: Deutsches Schauspielhaus, Hamburgische Landesbank, Ktonr: 160 515 (BLZ 200 500 50). Verwendungszweck: Stühle, die die Welt bedeuten.