Köpp ist Trainer des Jahres

Wedel - Marc Köpp, Trainer des SC Rist, ist im Rahmen des Season-Open in Saarlouis zum Trainer des Jahres gekürt worden. Diese Entscheidung dürfte Insider kaum verwundern, schließlich schrieb der 33-Jährige Bundesliga-Geschichte, als er mit seinen Rist-Damen vergangene Saison als Aufsteiger die Play-offs und das deutsche Pokalfinale erreichte.

Der Coach selbst hatte dennoch seine Zweifel, ob die Wahl auf ihn fallen würde. "Die Stimmung war in der vergangenen Saison gegen uns", so Köpp. Auslöser dafür war das Fernbleiben der Wedelerinnen als einzigem Team beim letztjährigen Season-Open.

Dieses Jahr bemühten sich die Rist-Damen, verlorene Sympathien zurückzugewinnen, und wurden belohnt: So gab es nicht nur Beifall für den Trainer des Jahres, sondern auch für das Team, dem besonders der deutsche Meister BTV Wuppertal für das Engagement im Europapokal Respekt zollte.

"In dieser Hinsicht war die Reise ins Saarland ein klarer Erfolg. Wir habe viele hilfreiche Kontakte geknüpft", sagte Köpp, der allerdings auch Kritik an der Veranstaltung übte. "Es gab schwere organisatorische Mängel - vom Zustand der Halle über die Versorgung bis zur fehlenden Wegbeschreibung. Von Öffentlichkeitsarbeit konnte auch keine Rede sein. 40 Zuschauer waren das Maximum."

Sportlich besaß das Turnier nur geringe Aussagekraft. Wie Köpps Damen offenbarte auch die Konkurrenz vor laufenden Kameras der Rivalen keine taktischen Geheimnisse. Drei Spiele absolvierte der SC Rist: 51:60 unterlag er dem BC Wolfenbüttel (früher SpVgg Halchter-Linden), 61:60 siegte er (im letzten Viertel nach 48:40 nur noch zu viert) gegen eine Zweitliga-Auswahl, und 60:46 bezwang er Aufsteiger TSV Wasserburg.

Morgen Abend treten die Rist-Damen zur zweiten Pokalrunde beim Zweitligaclub Osnabrücker SC an. Am Sonnabend ist Bundesliga-Auftakt in Bonn. (hg)

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