Abschied von Horst-Herbert Alsen

Rosen am Sarg

Es war fast so, als wäre Horst-Herbert Alsen noch einmal in sein heiß geliebtes Leben zurückgekehrt: Der Bläserchor des Hamburger Schleppjagd-Vereins beschwor die Erinnerung an zahllose Jagden; Trompeter Gernot Süllberg intonierte "Blue Spanish Eyes" und Pastorin Ulrike Murmann war sich sicher: "Er hatte es schon zu Lebzeiten verstanden, den Himmel für sich auf Erden zu holen!"

In der St. Johanniskirche zu Harvestehude nahmen gestern Familie, Freunde und Weggefährten Abschied von dem Hamburger Unternehmer, Sportler, Pferdezüchter, Lebenskünstler und Frauenliebling, den der Tod wenige Tage vor dem 83. Geburtstag von Schmerz und Hoffnungslosigkeit erlöst hatte.

"Horst-Herbert war ein Prinz, sein Herz hat ihn geadelt", sagte Alexander Freiherr von Spoercken in seiner Trauerrede.

"War er ein Liebling der Götter?", fragte die Pastorin, die Alsen auf seinem letzten Weg begleitet hatte, und fand die Antwort: "Er war ein von Gott besonders geschätzter Mensch."

Am von Rosen bedeckten, von rot berockten Reitern flankierten Sarg standen neben seinen Kindern u. a. die Familie Jenisch, Albert ("Addi") Darboven und Gattin Edda, Rudolf August Oetker, die Prinzessin zu Bentheim, NRV-Vorstand Gunter Persiehl, Container-Reeder Jochen Döhle.

Die letzte irdische Ruhestätte des in seinen großen Zeiten als "Zement-König" bekannten hanseatischen Kaufmannes liegt auf dem Ohlsdorfer Friedhof. Seine Seelsorgerin indessen ist sich sicher, dass die Seele des Menschenfreundes Horst-Herbert Alsen ihren Platz "in einem Himmel ohne Tränen und ohne Leid" finden wird. (sti)

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