"Künstlerkolonie Ekensund am Nordufer der Flensburger Förde" von Ulrich Schulte-Wülwer

Worpswede oder Dachau sind berühmter geworden, aber auch in der Nähe von Flensburg gab es einen kleinen Fischerort, der sich Ende des 19. Jahrhunderts zu einem Eldorado für einheimische und auswärtige Freilichtmaler entwickelte: Ekensund. Malerische Fischerkaten, die rote Ziegelei, Hafenansichten und vor allem das durch Wind und Wolken ständig wechselnde Licht auf der Förde waren attraktive Motive für die Künstler.

Der Flensburger Museumsdirektor Ulrich-Schulte Wülwer hat ein umfangreiches Begleitbuch zu der gleichnamigen Ausstellung auf dem Flensburger Museumsberg zusammengestellt.

Ausführlich geht Wülwer auf die wechselvolle Geschichte des von 1867 bis 1920 zum Deutschen Reich gehörende, heute dänischen Dorfes ein und gibt damit auch einen interessanten, beispielhaften Einblick in den Kunstbetrieb um 1900. Viele Künstlerbiografien, unter anderem zu Otto Heinrch Engel und Emmy Gotzmann-Conrad, und eine Fülle von Abbildungen und zeitgenössischen Fotografien runden dieses Buch ab.

Ute Liedtke

Stadtbücherei Garstedt

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