Stadt beschloss Straßennamen

Ein Ehrenplatz für Jörg-Peter Hahn

kn Norderstedt - Er stand mehr als 25 Jahre auf der kulturellen Kommandobrücke in Norderstedt. Jörg-Peter Hahn wird vier Jahre nach seinem Tod von der Stadt Norderstedt auf besondere Weise geehrt: Nach dem Theaterautoren, Journalisten und Schauspieler wird ein Platz benannt. Der Ausschuss für Planung, Bau und Verkehr hat beschlossen, die Freifläche hinter den Mehrzwecksälen am Rathaus nach Jörg-Peter Hahn zu benennen. Damit soll eine herausragende Persönlichkeit des kulturellen Lebens in Norderstedt geehrt werden.

Bei der Benennung von Straßen oder Plätzen haben es die Norderstedter Politiker meistens nicht leicht: In der Geschichte der Stadt kommen zumindest im Bereich der Kultur nicht viele Persönlichkeiten vor, deren Bedeutung eine Namensvergabe rechtfertigt. Bei Jörg-Peter Hahn waren sich die Politiker indessen einig: Er hat sich um die Kultur in der Stadt auf verschiedene Weise Verdienste erworben. Die Jury für die Vergabe des Kulturpreises 2000 war auf die Idee gekommen, den ehemaligen Bürger der Stadt zu ehren. Da die posthume Verleihung des Preises nicht möglich ist, wurde die Idee geboren, eine Straße oder einen Platz nach ihm zu benennen. Stadtrat Harald Freter verfolgte diesen Vorschlag konsequent und schlug den Platz bei den Kultursälen vor.

Mit dieser Entscheidung wird das Wirken von Jörg-Peter Hahn gleich auf doppelte Weise gewürdigt: Der Bau der Mehrzwecksäle ist auch auf seine beharrlichen Forderungen zurückzuführen. Immer wieder hatte er die Politiker ermahnt, dass Norderstedt ein würdiges Theater benötige.

Der 1930 in Hamburg geborene Jörg-Peter Hahn schlug zunächst die Laufbahn als Schauspieler ein, bevor er die Seiten wechselte und fortan als Theaterkritiker arbeitete. Für namhafte Zeitungen und Zeitschriften arbeitete er, für die Norderstedter Zeitung schrieb er bis zu seinem Tode im Jahre 1996 über die Theateraufführungen im Festsaal am Falkenberg.

Außerdem schrieb "jph" Hunderte von Rundfunksendungen und erfolgreiche Theaterstücke. Er übersetzte Komödien vom Englischen ins Deutsche und gründete schließlich mit den "Thespisnarren" das Norderstedter Stadtkabarett.

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