Hochbahn stolz auf die neuen Wasserstoff-Busse

Bei der Hamburger Hochbahn ist man richtig stolz auf die drei neuen Wasserstoff-Busse, die von Ende 2002 an im normalen Linienbetrieb durch Hamburg fahren werden. Mit der Teilnahme an dem europäischen Probeprojekt werde die Hochbahn zum "Vorreiter in dieser Zukunftstechnologie", jubelte Hochbahnchef Günter Elste, nachdem er am Dienstag die Verträge mit DaimlerChrysler in Amsterdam unterzeichnet hatte (wir berichteten).

Demnach werden drei Busse vom Typ "Citaro" für zwei Jahre in Hamburg erprobt. Auch Stuttgart beteiligt sich an dem Projekt. Insgesamt werden europaweit 30 Busse ausgeliefert. Langfristiges Ziel ist der flächendeckende Einsatz der umweltfreundlichen Brennstoffzellen-Busse in Hamburg. "Wir erwarten, dass in etwa zehn Jahren der Einsatz von direkt mit Wasserstoff betankten Brennstoffzellen-Bussen im Regelbetrieb wirtschaftlich sein wird", sagte Hochbahnchef Günter Elste.

Die Wasserstoff-Busse sind extrem umweltfreundlich. Sie geben lediglich Wasserdampf und keine Schadstoffe ab. Zudem sind sie sehr leise. Ein Dieselbus verursacht Lärm von 70 dB, beim Wasserstoff-Bus sind es 16 dB.

Zur Betankung der Busse will die Hochbahn auf einem Betriebshof mit HEW und BP eine zentrale Wasserstoff-Tankstelle bauen. Der Wasserstoff soll vor Ort komplett aus regenerativer Energie hergestellt werden. Elf Millionen Mark soll das EU-geförderte Projekt kosten. Man hofft bei der Hochbahn zudem auf Fördermittel vom Bund.

"Wir wollen nicht nur über Zukunftsentwicklungen reden", ließ Hochbahnchef Elste wissen, "wir wollen sie mitgestalten." HA

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