Zauberer ausgetrickst

Im Rechtsstreit um einen magischen WM-Tipp in der "Harald Schmidt Show" (SAT.1) hat sich der Zauberer Mr. Cox mit der TV- Produktionsfirma Brainpool vor dem Oberlandesgericht Köln geeinigt. In einer Ausgabe der Late Night Show im Juni 1998 hatte Mr. Cox in einem Safe scheinbar seinen Tipp zur Fußball-WM deponiert, den er einen Monat später bei einem zweiten Auftritt verlesen sollte. Talkmaster Harald Schmidt ließ den Tresor jedoch vorzeitig öffnen, nachdem Kameraaufnahmen gezeigt hatten, dass der Zauberer den Zettel im Ärmel verschwinden ließ. Daraufhin hatte Mr. Cox die Produktionsfirma auf Schadenersatz verklagt.

Brainpool hatte nach der Enthüllung den zweiten Auftritt des Zauberers abgesagt. Die Richter am Landgericht entschieden in erster Instanz, dass Brainpool dem Zauberer 6500 Mark entgangene Gage zahlen müsse, nicht jedoch die zusätzlich von Cox geforderten 23 000 Mark Schadenersatz. Beide Parteien gingen in die 2. Instanz, nahmen jetzt jedoch ihre Berufungen vor dem OLG zurück. dpa

© Hamburger Abendblatt 2019 – Alle Rechte vorbehalten.