SPORTMEDIZIN

Fachmann warnt vor ehrgeizigem Trainingspensum

söb Bad Oldesloe - Die knapp 70 Besucher im Rathaussaal entließen Prof. Dr. Klaus-Michael Braumann nur ungern. Zweieinhalb Stunden harrte der Dekan des Fachbereichs Sportwissenschaften an der Uni Hamburg und Leiter des Instituts für Sport- und Bewegungs-Medizin geduldig aus, bis nach seinem Vortrag "Trainingsmethodik unter sportmedizinischen Gesichtspunkten" die dringlichsten Fragen aus dem Plenum beantwortet waren.

"In der Ruhe liegt die Kraft", legte Braumann den Zuhörern ans Herz. Weniger sei in der Regel mehr, gezieltes Training besser als zu viel Training. Gerade jetzt im Winter, so Braumann, solle der Amateursportler seinem womöglich noch von einer Erkältung belasteten Körper viele Ruhepausen gönnen. Allerdings sei ein Trainingsplan nicht allgemein, sondern nur individuell aufzustellen. "Am besten anhand einer ausführlichen sportmedizinischen Untersuchung", wie sie in Braumanns Institut angeboten wird. So ganz ohne Eigenwerbung geht es eben nicht. Sich von Braumanns Mitarbeitern einmal richtig durchchecken zu lassen, kostet übrigens bis zu 500 Mark. Drei bis vier Stunden dauert die Untersuchung. Das Ergebnis gibt Aufschluss über die Belastbarkeit des Körpers.

Braumann war auf Einladung von Rüdiger Merker (Radsport-Verein Trave Bad Oldesloe) in die Kreisstadt gekommen. Von dem lockeren und informativen Vortrag waren Merker und die Besucher, darunter nicht nur Rad-, sondern auch andere Amateuersportler sowie einige Ärzte, durchweg begeistert.

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