Beleuchtet ist das Wandgemälde an der Klostermühle besonders eindrucksvoll

Nächtlicher Blickfang

kuk Uetersen - Längst ist es zu einer Uetersener Attraktion geworden - das riesige Wandgemälde an der Klostermühle. Seit gut drei Jahren schmückt das Gemälde die Fassade des historischen Gebäudes aus dem Jahre 1234 und hat nichts an Anziehungskraft verloren. Das freut besonders Ekkehart Splett-Henning, Chef der Klostermühle und Auftraggeber des Werkes. Er weiß, dass viele Uetersener auswärtigen Besuchern gerade bei Nacht gern das Großbild zeigen. "Deshalb achten wir immer darauf, dass es beleuchtet ist", sagt der Geschäftsmann und Kunstfreund.

Quasi ein Nachbar der Klostermühle zeichnet für das Werk mit dem Titel "Perspektiven" verantwortlich. Der in der Nähe wohnende Kunstprofessor Erhard Göttlicher hat zusammen mit seinem ehemaligen Studenten Tom Jütz das Bild entworfen. Bei der Umsetzung wurden beide von Lars Möller unterstützt. Die Farben wurden so gewählt, dass das Gemälde eine lange Lebensdauer hat. "Mehr als 30 Jahre wird es halten", schätzt Splett-Henning.

Der Titel "Perspektiven" ist vielsagend. Zum einen gibt es drei imaginäre Fluchtpunkte, zum anderen gehts um Sinnbilder, die sich auf Perspektiven des Lebens beziehen. So wie sich die menschenleere Werkhalle (Sinnbild für Arbeitslosigkeit) durch die fehlende Dachabdeckung nach oben zum Himmel hin öffnet, so soll auch der Betrachter seinen Geist öffnen und über Bedeutungen der vielen Elemente des Werks nachdenken. Das zumindest ist ein Wunsch, den Splett-Henning damit verbindet.