Zwölf Multimediaunternehmen gründen in Hamburg-Bahrenfeld ein neues Medienzentrum

Dosen-Eröffnung

peu Hamburg - Die Multimediaszene in Hamburgs Westen verdichtet sich. In der alten Dosenfabrik an der Stresemannstraße 374 gingen am Freitag unter dem Dach der Tinfactory gleich zwölf Multimediafirmen an den Start. Gemeinsam haben die Unternehmen - darunter teils junge Existenzgründer, teils erfahrene Internetspezialisten wie Kim Matsumoto (Engine ) oder Stefan von Frihling (Mediares) - jetzt ein neues Medienzentrum eröffnet. Ihr Motto: Kooperation statt Konkurrenz. "Jeder von uns hat sich auf einen anderen Bereich spezialisiert", sagt von Frihling, Geschäftsführer des neuen Tinfactory-Medienzentrums, "so kommen wir uns nicht in die Quere, können unseren Kunden dafür aber Komplett-Dienstleistungen bieten". Sie programmieren Internetanwendungen, entwickeln Web-Design oder Internet-Marketing. Sekretariat, Computer-netzwerk, Datenspeicherung und die Telefonanlagen werden geteilt. Für den Öffentlichkeitsauftritt sorgt die Tinfactory-Agentur Mann beißt Hund.

Insgesamt 1200 Quadratmeter haben die derzeit 40 Multimediaspezialisten in der Dosenfabrik belegt. Doch es sollen bald mehr werden. "Die Option auf weitere Räume haben wir schon." Für das laufende Jahr peilt das Team, von dem fast jeder Dritte an dem Unternehmen beteiligt ist, einen Umsatz von zehn Millionen Mark an. Zwar können sie ihren ersten gemeinsamen Kunden noch nicht bekannt geben, doch die einzelnen Tinfactory-Firmen zählen zu ihren Referenzen durchaus auch internationale Kunden wie Bayer, Kraft USA, Pixelpark oder die Deutsche Bank. "Ideen haben wir zuhauf", sagt von Frihling. Dazu gehörte auch ihre Online-Pressekonferenz. Auf diese Weise konnte jeder, der nicht live dabei war, die erste Präsentation der Tinfactory in der Öffentlichkeit übers Internet verfolgen.