SPD-Parteitag

Ingrid Stöckl rückt in die Spitze auf

Die 45 Jahre alte Sozialwissenschaftlerin Ingrid Stöckl soll neue stellvertretende Landesvorsitzende der SPD werden. Der designierte Parteichef Olaf Scholz hat die Beschäftigungsbeauftragte des Bezirks Bergedorf als Nachfolgerin von Dorothee Stapelfeldt für das Parteiamt vorgeschlagen.

Wie berichtet, hatte die SPD-Bürgerschaftsfraktion der Wahl Stapelfeldts zur Bürgerschafts-präsidentin nur unter der Bedingung zugestimmt, dass sie ihr Parteiamt aufgibt. Damit wird auf dem SPD-Parteitag am Freitag und Sonnabend die komplette Neuwahl des Führungstrios erforderlich. Neben Scholz, der die Nachfolge von Parteichef Jörg Kuhbier antreten soll, rückt auch Barbara Duden als Stellvertreterin in die Parteispitze auf. Duden folgt Petra Brinkmann nach. Beide gehören dem Mitte-Rechts-Lager der SPD an, Scholz dem linken Parteiflügel.

"Frau Stöckl ist sechs Jahre lang Mitglied im Landesvorstand und hat sich viele Sympathien in der Partei erworben", lobte Scholz. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind die Sozialpolitik und die "Quartierspolitik", die die SPD-Aktivitäten vor Ort auflisten und vernetzen soll. Stöckl konnte sich in der Vorauswahl gegen Jutta Blankau (SPD Nord) durchsetzen. pum

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