Nach zehn Jahren verlässt Handballtrainerin Zsuzsa Nyari den VfL Oldesloe

Ein wehmütiger Abschied

söb Bad Oldesloe - So nah können Freud und Leid zuweilen beieinander liegen: Fast zeitgleich mit der guten Nachricht, den lange fraglichen Oberliga-Klassenerhalt nun doch endlich geschafft zu haben, mussten die Handballerinnen des VfL Oldesloe eine Hiobsbotschaft verkraften: Kurz nach Abschluss der Planungen für die kommende Saison gab Trainerin Zsuzsa Nyari ihren Abschied aus der Kreisstadt bekannt. Die 39-jährige Ungarin, die erst als Spielerin und dann als Trainerin alle Höhen und Tiefen beim VfL erlebt hat, wechselt zum TSV Ellerbek in die zweite Bundesliga.

"Das ist nicht schön, aber verständlich", sagte der zweite Abteilungsleiter Jens Willhöft. Er hat bereits erste Gespräche mit potenziellen Nachfolgern Nyaris aufgenommen, die den VfL Oldesloe nach zehnjähriger Tätigkeit verlässt. Spätestens in zwei Wochen soll ein neuer Übungsleiter präsentiert werden. "Wir erhoffen uns, eine Person mit ähnlich viel Engagement zu finden", sagt Willhöft und meint, dass der neue Frauentrainer auch im Jugendbereich in Nyaris Fußstapfen treten sollte. Die 272-fache ungarische Nationalspielern war für zwei Teams verantwortlich und leitete zudem die weibliche Nachwuchsarbeit. Nyari schloss aber trotz des Wechsel nach Ellerbek, wo ihr neben dem Trainerjob auch ein Arbeitsplatz zugesichert wurde, nicht aus, dem VfL Oldesloe weiterhin helfen zu können. Allerdings mit geringerem Zeitaufwand und nur im Jugendbereich, falls die hinterlassenen Lücken nicht sofort geschlossen werden können. "Im Moment ist die Entscheidung noch zu frisch, als dass ich mir darüber genaue Gedanken machen könnte", sagte Nyari, die sich sogar vorstellen könnte, eventuell noch einmal in Reihen des VfL aktiv zu spielen. Fest steht, dass sie - zumindest als Zuschauerin - weiter gelegentlich in der Stormarnhalle zu treffen sein wird. Denn: "Dieser Abschied nach so langer Zeit tut trotz der neuen und reizvollen Aufgabe weh."

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