Harburger Binnenhafen

Eine gute Anbindung muss her

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Von ANDREAS GÖHRING Harburg - Der Harburger Binnenhafen muss eine attraktive Verkehrsanbindung bekommen. Das fordert die Arbeitsgruppe Verkehr der lokalen Agenda 21 (Harburg21). Die Anbindung dürfe auf keinen Fall sich selbst überlassen werden, da es sonst zu Mono-Entwicklungen à la City Nord oder Süd kommen könne. Das könne aber nicht gewollt sein, denn in dem Gebiet müssen die Bereiche Arbeit, Freizeit und Wohnen miteinander verknüpft werden.

Der Binnenhafen zeichne sich durch drei Besonderheiten aus: Er liege zwar citynah, man komme dort aber nur schwer hin. Es finde eine rasante zukunftsorientierte Entwicklung statt, die beispielhaft für Hamburg und Umgebung sei. Schließlich werde der Binnenhafen in seinen äußeren Teilen auch künftig Gewerbe- und Hafengebiet bleiben. Daraus ergeben sich für die Arbeitsgruppe eine Reihe von Forderungen. So müssten wieder mehr oberirdische Fußgänger-Verbindungen über Buxtehuder Straße und Bahngleise geschaffen werden. Dabei sollten die Verbindungen zwischen Großer Schippsee und Schellerdamm, zwischen dem ehemaligen Balatros-Gelände und dem ehemaligen Güterbahnhof und vom Harburger Bahnhof zum Binnenhafen (Alte Seevestraße) Priorität haben. Über eine oberirdischeVerbindung zwischen Schloßmühlendamm und Harburger Schloßstraße sollte ebenfalls nachgedacht werden.

Die Busanbindung muss deutlich verbessert werden. Dazu wird eine Ringbuslinie gefordert, an der der Harburger Bahnhof, der Binnenhafen und die S-Bahnstation Harburg Rathaus liegen. Um den zukunftsorientierten Ansatz zu unterstreichen, sollten auf der Linie Busse mit alternativem Antrieb - etwa Wasserstoff - zum Einsatz kommen. Um Bewohner, Berufstätige und alle Freizeitnutzer des Binnenhafens vom Lkw-Verkehr zu entlasten, sollte der Durchgangsverkehr in beiden Richtungen nicht mehr über den Schellerdamm, sondern über die Blohmstraße geführt werden. Dazu müsste allerdings eine neue Linksabbiegerspur von der Seehafenstraße in die Blohmstraße angelegt werden.

Das geringste Problem dürfte die Fahrrad-Anbindung darstellen. "Die neue Veloroute zwischen Harburg und Wilhelmsburg führt durch den Binnenhafen", sagt Frank Wiesner, Moderator der Arbeitsgruppe. Im Bereich der Nartenstraße sollte sie mit Radstreifen zügig realisiert werden. Darüber hinaus müsste es eine Verbindung für Radfahrer zwischen Bahnhof Harburg und Binnenhafen geben.

Schließlich schlägt die Arbeitsgruppe vor, einen Betreiber für eine zeitweise Wiederaufnahme einer Schiffsausflugslinie vom Anleger am Dampfschiffsweg zu den Hamburger Landungsbrücken zu suchen. Die Agenda 21 geht auf die Umweltkonferenz von Rio de Janeiro zurück, bei der unter anderem vereinbart wurde, den Schadstoffausstoß bis zum Jahr 2010 deutlich zu verringern.

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