"LESERBRIEFE"

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Wirtschaftsverkehr

"Auto, Bahn, Rad - Das Streitgespräch Hamburger Abendblatt, 17. Januar Handelskammer-Präses Nikolaus Schües ist mit seiner Schätzung zum Wirtschaftsverkehr in Hamburg mit 70 Prozent sicherlich näher an der Wahrheit als Bausenator Eugen Wagner mit 30 Prozent. Selbst Güterverkehr und Berufsverkehr addiert, ergäben eine höhere Zahl als 30 Prozent. Inwieweit Touristik und Individualverkehr, auch im Zusammenhang mit Einkauf oder Theaterbesuch, zum Wirtschaftsverkehr gehören, ist zu diskutieren, allerdings wird Eugen Wagner diese Menschenmassen auch mit roher Gewalt nicht in Bus und Bahn stopfen können. Angesichts der täglichen Automassen kann eine Wiederbelebung der Straßenbahn doch nur wie ein Schildbürgerstreich wirken. Sinnvoll ist mit Sicherheit eine Bahn auf Stelzen. Aber meint Schües ernsthaft eine Magnetschwebebahn? Wie lange will er darauf warten? In Hamburg gibt es doch bereits eine Hochbahn. Jens Imbeck, Ellerau

Lebensqualität

Wirtschaftszuwachs durch mehr Autoverkehr? Dieses Argument einer alternden Betonriege ist längst widerlegt. Eine autogerechte ist niemals eine menschengerechte Stadt. Zur Lebensqualität in einer Metropole gehört das Eindämmen der immer noch steigenden, krank machenden Lärm- und Abgasemissionen und die Förderung des Wirtschaftsverkehrs Öffentlicher Personen-Nahverkehr (ÖPNV), Fahrrad und Fußgänger. Jürgen Buchholz, 20251 Hamburg Mehr Autos Es ist doch offensichtlich, dass ein gewisses Verkehrsaufkommen da ist, das mit der Zeit noch deutlich ansteigen wird. Dieser Verkehr muss in einer Weise geregelt werden, die es ermöglicht, dass der Wirtschaftsverkehr schnell passieren kann, und es trotzdem in Wohngebieten ruhig zugeht. Wenn ich also durch Ampelschaltungen, Poller, Rückbau von Bushaltebuchten, dauerhafte Straßenschäden (30 km/h) usw. den Verkehr auf den Hauptstraßen künstlich verlangsame und Rückstaus erzeuge, ist die logische Folge, dass die Verkehrsteilnehmer versuchen, über Wohngebiete auszuweichen, womit keiner Seite geholfen ist. Kerstin Wiechers, per E-Mail

Grüne Wellen

Schües ist gegen Zurückbau von Busbuchten, sinnloses Aufstellen von Pollern und Tempo 30 in Hauptverkehrsstraßen. Dem ist vorbehaltlos zuzustimmen. Ich vermisse aber die Grundsatzforderung nach mehr "grünen Wellen" und nach Optimierung vorhandener. Es ist ja wirklich keine neue Erkenntnis, dass systematische Ampelschaltungen den Verkehr flüssiger gestalten und Staus vermeiden helfen. Außerdem können dadurch Energieverbrauch und Abgasemissionen gesenkt werden. Manfred Gihl, 22089 Hamburg

Autobahnring

Wann erhält Hamburg einen Autobahnring durch Osttangente und Hafenspange? Ist es umweltfreundlich, den Querverkehr über den Ring 2 durch die Wohngebiete zu prügeln? Burkhard Telschow, Quickborn

Entschuldigung

Unser Leser Wolfgang Sturm hatte uns per E-Mail einen Leserbrief übermittelt, dessen Inhalt auf einem Hörfehler in der Veranstaltung der Handelskammer mit Helmut Kohl beruhte. Er hatte diesen Brief rechtzeitig vor Andruck zurückgezogen. Wir bedauern, dass der Text auf Grund eines technischen Versehens in der Freitag-Ausgabe trotzdem veröffentlicht worden ist. Die Red.

Diese Zuschriften geben lediglich die Meinung der Einsender wieder. Kürzungen und orthografische Angleichung vorbehalten.

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