Es hat alles nichts genützt: Halstenbeks Basketballer müssen die 2. Regionalliga verlassenCoach Dietfried Kienast will einige Talente ins Team einbauen / Vizemeister VfL verlor klar

"Der Abstieg wird uns gut tun"

hg Halstenbek/Pinneberg - Was seit Wochen zu befürchten war, ist eingetreten: Die Basketballer der Halstenbeker Turnerschaft sind aus der Zweiten Regionalliga abgestiegen. Die 66:74 (33:51)-Niederlage zu Hause gegen MTSV Hohenwestedt besiegelte endgültig das Schicksal der alten Haudegen um Trainer Dietfried Kienast.

"Das wird uns gut tun", kommentierte Dietfried Kienast, "so wie wir sportlich aufgetreten sind, haben wir in dieser Liga auch nichts zu suchen."

Pläne für die Oberligasaison werden schon geschmiedet. Kienast will bleiben, wenn das Gros des Teams beisammen bleibt und einige junge Talente aufgenommen werden. Aus anderen Clubs wohlgemerkt, denn die Jugendarbeit der Halstenbeker Basketball-Abteilung ist nicht gerade optimal . . . Deshalb ist die Sparte langfristig vom Aussterben bedroht, wenn nicht kurzfristig Maßnahmen ergriffen werden.

Der Gedanke ans Aufhören liegt den HT-Basketballern zur Zeit noch fern. Sie wollen erst einmal das Looser-Image ablegen und endlich wieder mal Grund zum Feiern haben.

Kienast: "In der Oberliga werden wir mehr gewinnen als verlieren. Das ist entscheidend für die Stimmung im Team."

In dieser Saison gewann Halstenbek genau vier Partien. Die jüngste Heimniederlage gegen den direkten Konkurrenten um den rettenden achten Platz, MTSV Hohenwestedt, verbaute die letzte Chance auf den Klassenerhalt.

Erstaunlich eigentlich, wie wenig Widerstand die Halstenbeker letztlich leisteten: 4:18 lagen sie nach 6 Minuten zurück, nach 13 Minuten bereits 13:30.

"So wollt ihr euch doch wohl nicht verabschieden", appellierte Kienast in der Pause noch einmal an seine Spieler. Doch etwaiges Aufbäumen erstickte Hohenwestedt zu Beginn der zweiten Halbzeit mit drei Dreiern in Folge im Keim.

Völlig überrumpelt wurde der Tabellenzweite VfL Pinneberg von der Spitzenleistung des Walddörfer SV. Der machte sein Spiel der Saison, bilanzierte eine Trefferquote von mehr als 80 Prozent und traf obendrein alle sechs versuchten Drei-Punkte-Würfe. Dem hatte nicht einmal der Vizemeister etwas entgegen zu setzen und verlor 90:105 (43:48).

Die entscheidende Phase war der Beginn der zweiten Halbzeit, als sich sich der Walddörfer SV auf 80:62 (33.) absetzte. Zwar kämpfte sich der VfL, vor allem durch den Einsatz von Kastriot Zherka, auf 86:91 heran, aber auch in der Schlussphase zeigten die Hamburger an der Freiwurflinie keine Nerven und siegten hochverdient.

Die Bedeutung der Partie war allerdings gering. Pinneberg steht nach dem Sieg in der Vorwoche gegen Verfolger Bramfeld als Vizemeister fest und hofft nun auf die Teilnahme an einem Aufstiegsturnier.

Statistik: Halstenbeker TS: Marc Budzinski (28), Wilke Schütte (14), Frank Holzhütter (9), Rainer Todt (4), Thorsten Bahr (4), Volker Weiler (3), Felix Göschel (2), Bleick Böhmer (2), Heiko Lentge (0).

VfL Pinneberg: Thomas Möller (20), Christian Harder (18), Kastriot Zherka (13), Derek Wilfert (12), Felix Dericks (10), Daniel von Stamm (8), Roland Bockmann (3), Philip Samalecos (2), Andreas Stenzel (2), Ole Halfpap (0).

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