"Statsraad Lehmkuhl" ersetzt "Gorch Fock"

HA Rostock - Zum ersten Mal seit gut 40 Jahren müssen Kadetten der deutschen Marine auf eine Ausbildung auf dem Segelschulschiff "Gorch Fock" verzichten. Die "weiße Lady" muss unvorhergesehen grundüberholt werden. Die Marine will aber den 200 Offiziersanwärtern, die im Sommer ihren Dienst beginnen, den harten Dienst auf einem Großsegler nicht vorenthalten und hat deshalb ersatzweise die norwegische "Statsraad Lehmkuhl" gechartert. Die Bark wird am 25. September erstmals mit deutschen Kadetten von Kiel zur fast zwölfwöchigen Herbstfahrt auslaufen und dabei ihren eigenen Heimathafen Bergen sowie Stockholm, Edinburgh und Danzig anlaufen. Die "Statsraad Lehmkuhl" soll am 4. September bei der Sail in Bremerhaven der deutschen Marine übergeben werden. Danach wird sie in Kiel ausgerüstet. Während der Ausbildungsfahrt wird die 15-köpfige norwegische Stammbesatzung den Deutschen zur Seite stehen. Die kurzfristige Wahl des Ersatzschiffes fiel der Marine leicht, weil die 98 Meter lange "Statsraad Lehmkuhl", die 1914 als "Großherzog Friedrich August" in Geestemünde an der Weser gebaut wurde, vergleichbare Ausmaße und Bedingungen hat wie die "Gorch Fock" und weil sie auch in der Heimat zur Kadettenausbildung genutzt wird.

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