Reederei will wieder stündliche Abfahrten von beiden Anlegern anbieten

Nach Stade mit kleineren Fähren

Die Schnellfähren-Reederei elbe-city-jet GmbH überlegt, auf der Linie Hamburg-Stade in diesem Jahr wieder die zwei kleinen Schnellfähren "Hanseblitz" und "Hansepfeil" statt des großen Schnellkatamarans "Hansestar" einzusetzen. Auf diese Weise könnte die Reederei wieder stündliche Abfahrten von beiden Anlegern anbieten. Mit Freifahrten vom kommenden Montag an für eine Woche auf der "Hansestar" (322 Sitze) will die Reederei für die umweltfreundliche Verbindung zwischen den St.-Pauli-Landungsbrücken und Stadersand die Werbetrommel rühren. Denn: Nach dem zunächst erfolgreichen Start 1996 mit "Hanseblitz" und "Hansepfeil" (je 200 Plätze) musste der Fahrplan in den folgenden drei Jahren mehrfach eingeschränkt werden. Der Grund: Die für Erhalt der Linie notwendigen 550 Abonnenten blieben aus - mehr als 280 Pendler kamen nicht zusammen. Das bestätigte gestern Reederei-Sprecherin Wiebke Cohrs.

"Mit der Gratis-Aktion wollen wir die günstige Verbindung wieder stärker ins Bewusstsein der Pendler bringen," sagte Cohrs. Im vergangenen Jahr hatte die Schnellverbindung sogar eine Winterpause einlegen müssen. Danach hatten nur noch 120 Dauerkunden die Katamaran-Verbindung über die Elbe genutzt. Cohrs: "Wir brauchen wieder Kontinuität im Fahrplan, die Pendler müssen sich darauf verlassen können." Allein wird die Reederei das nicht schaffen. Sie hat deshalb Antrag auf Förderung beim Land Niedersachsen gestellt - als Modellbetrieb im Rahmen des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs. Die elbe-city-jet GmbH gehört zu jeweils 50 Prozent dem Stader Schifffahrtskontor Altes Land und der Flensburger Reederei Seetouristik. eli

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