Hollmann froh: Neuer Sponsor will Alsterfontäne retten

Die Hamburger können aufatmen: Die Fontäne über der Binnenalster ist gerettet. Nachdem der Hauptsponsor Fürst Bismarck Quelle vorzeitig aus dem Vertrag ausgestiegen war, drohte der Fontäne das Aus. Jetzt hat sich das Jungunternehmen U & S Future Bond GmbH bereit erklärt, die 70 000 Mark Stromkosten im Jahr zu übernehmen. Geschäftsinhaber Udo Sofian: "Unser Unternehmen ist im März letzten Jahres aus dem Ruhrgebiet nach Hamburg gezogen. Die Alsterfontäne ist uns sofort aufgefallen. Sie ist für uns eine Art Wahrzeichen Hamburgs. Als wir von den Sponsoring-Problemen hörten, haben wir sofort beschlossen, zu helfen."

Carlheinz Hollmann, "Vater" der Alsterfontäne, ist vom Angebot begeistert: "Ich freue mich sehr, dass ein junges Unternehmen bereit ist, mich zu unterstützen. Es gibt jedoch noch andere potenzielle Sponsoren, mit denen ich mich heute zusammensetzen werde und in den nächsten Tagen eine Entscheidung fällen."

Die 60-Meter-Fontäne sprudelt seit 14 Jahren auf der Binnenalster, wird von Firmen wie Elektro-Zacher, Pleuger-Worthington und Blohm & Voss gesponsert. In den letzten fünf Jahren zahlte die Firma Fürst Bismarck Quelle die Stromkosten. Obwohl der Vertrag mit Hollmann noch bis 2001 laufen sollte, stieg das Unternehmen vorzeitig aus. Als Grund nennt Marketing-Vorstand Matthias Riehle Umstrukturierungen im Marketing-Budget, Absatzprobleme will er nicht bestätigen. Für Carlheinz Hollmann steht jedenfalls fest: "Die Begründung ist an Peinlichkeit nicht zu überbieten. Aber ich bin froh, dass andere Firmen mithelfen wollen." vlbil

© Hamburger Abendblatt 2018 – Alle Rechte vorbehalten.