Bjærn Wiik, Fritz Fischer

Abschied von zwei großen Forschern

Hamburg hat 1999 zwei international renommierte Wissenschaftspersönlichkeiten verloren: den Chef des Forschungszentrums DESY, Prof. Dr. Bjærn Wiik (62), sowie den Historiker Prof. Dr. Fritz Fischer (91).

Wiik starb am 26. Februar, nachdem er im Garten seines Hauses in Hollenstedt von der Leiter gestürzt war. Der mit zahlreichen wissenschaftlichen Ehrungen ausgezeichnete gebürtige Norweger hatte in Darmstadt Physik studiert und war 1972 zu DESY (Deutsches Elektronen-Synchroton) nach Bahrenfeld gekommen. Mit einem Super-Elektronenmikroskop konnte er das Gluon experimentell nachweisen und damit der Forschung nach den kleinsten Bausteinen der Materie weiterhelfen.

Einem Altersleiden erlag der 1973 emeritierte Geschichts-Professor Fritz Fischer am 1. Dezember. 1961 hatte er die "Fischer-Kontroverse" ausgelöst, einen Historikerstreit über die Frage nach Deutschlands Verantwortung am Ersten Weltkrieg. Er galt als begeisterungsfähiger und sensibler Hochschullehrer, der unter dem Vorwurf litt, ein "Nestbeschmutzer" zu sein. Sein Buch "Griff nach der Weltmacht" erschien in allen Weltsprachen. cri