Frank Elstner kündigt Rückkehr auf den Bildschirm an

Große Show im Jahr 2000

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Im Juni schob er den großen Vorhang ein Stück zur Seite. Die ZDF-Gala für Dieter Thomas Heck gehörte nicht nur dem Schnellsprecher vom Dienst allein, sondern auch einem TV-Macher, um den es in der vergangenen Zeit recht still geworden war: Frank Elstner. Der 57jährige produzierte mit seiner eigenen Firma die Jubiläumsshow, und er moderierte erstmals seit vielen Jahren eine Abendsendung im Fernsehen, ließ Hecks Leben im Gespräch Revue passieren.

Vor wenigen Tagen saß der gebürtige Österreicher mit luxemburgischer Staatsangehörigkeit bei der "Wetten, daß . . ?"- Ausgabe in Palma de Mallorca in der ersten Reihe. Die silbergrauen Haare fielen auf, doch zum alten Eisen gehört er noch lange nicht, stellt Elstner klar: "Im nächsten Jahr werde ich an drei Sonnabendabenden im Fernsehen präsent sein", kündigte der umtriebige Fernsehmacher an, der einst "Wetten, daß . . ?" erfand.

Sein Exklusiv-Vertrag mit RTL, der ihn über rund fünf Jahre an den Sender band, ist inzwischen ausgelaufen. Die tägliche Spielshow "Jeopardy" verschwand aus dem Programm, soll aber mit neuem Moderator beim Münchner Privatsender TM 3 wiederbelebt werden. Für Elstner kein Beinbruch, denn er fühlt sich frei. "Ich kann Dinge tun, die mir Spaß machen", sagt der Mann, der seine Karriere einst bei Radio Luxemburg begann. "Ich sehe jetzt alles viel gelassener." So moderiert er heute im Dritten Programm des Südwestrundfunks die Kosovo-Spendengala "Herzenssache".

Auch wenn er für das Publikum weitgehend unsichtbar wurde, ist der TV-Produzent Elstner hinter den Kulissen ständig aktiv. Über seine TV-Firma "Avec", die zu 50 Prozent dem Medienkonzern CLT / Ufa gehört, produziert er die Kuppelshow "Singles" für RTL 2. Für das ZDF verantwortet Elstner die Michael-Schanze-Show "Berlin, Berlin", die am 29. August kurz vor dem Start der Internationalen Funkausstellung (IFA) gesendet werden soll. Für RTL bastelt er an einer neuen Comedyreihe, die in der Werbebranche angesiedelt ist.

Daß er auch ohne Bildschirm-Präsenz in seinen Beruf stärker eingespannt ist als je zuvor, merkt Frank Elstner daran, daß er in diesem Jahr gerade einmal drei Tage Freizeit in seinem Feriendomizil auf Mallorca verbracht hat. Die fünf Kinder (von vier verschiedenen Frauen) haben nicht allzuviel von ihrem Vater - auch in Zukunft nicht: Denn Frank Elstner denkt nicht im geringsten an den Ruhestand. dpa

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