Bruno Hollnagel will STATT-Partei nach Kiel führen

Spitzenkandidat kommt aus Hoisdorf

kum Hoisdorf - Der schleswig-holsteinische Landesvorsitzende der STATT-Partei, Bruno Hollnagel aus Hoisdorf, ist auch Spitzenkandidat seiner Partei für die Landtagswahl im kommenden Frühjahr. Der Wirtschaftswissenschaftler wurde per Urabstimmung von 95 Prozent der Mitglieder gewählt.

Die STATT-Partei hat etwas mehr als 400 Mitglieder im Land und tritt zum erstenmal bei einer Landtagswahl in Schleswig-Holstein an. In fünf Stadtverordnetenversammlungen - Burg auf Fehmarn, Neumünster, Eckernförde, Schenefeld und Geesthacht - ist sie vertreten.

Die Landesliste soll beim Landesparteitag im September in Kiel gewählt werden. Hollnagel hofft, daß die Partei in allen Wahlkreisen mit eigenen Kandidaten antreten kann. Bisher gibt es noch nicht ausreichend Mitstreiter. "Unser Grundsatz lautet: Kompetenz statt Parteibuch. Jeder, der keiner anderen Partei angehört, kann bei uns mitmachen, ohne daß er eintreten muß", sagt Hollnagel.

Als Wahlziel gibt er den Einzug ins Kieler Parlament an. Ähnliches ist der STATT-Partei bundesweit bisher nur einmal gelungen - 1993 in Hamburg. Für den Wahlkampf hat Hollnagel Unterstützungszusagen der Landesverbände Hamburg und Nordrhein-Westfalen. Beide wollen der STATT-Partei in Schleswig-Holstein mit Sachmitteln und bei der Organisation helfen.

© Hamburger Abendblatt 2018 – Alle Rechte vorbehalten.