Radfahren soll mehr gefördert werden

SPD lehnt Innenstadtring entschieden ab

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kum Bargteheide - Um die Verkehrsprobleme in Bargteheide in den Griff zu bekommen, setzt die SPD auf den Ausbau von Radwegen und die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs. Einen Innenstadtring, wie ihn die CDU vorgeschlagen hat (wir berichteten), wird dagegen abgelehnt. "Das ist eine Schreckensvision", sagt Fraktionschef Jürgen Weingärtner zu den Plänen, Mittelweg und Am Steinkreuz wieder zu regulären Straßen auszubauen und die Verbindung von der B 75 zur Theodor-Storm-Straße wieder zu öffnen.

Die auf Initiative der SPD eingesetzte Arbeitsgruppe mit Vertretern aller Fraktionen und der Schulen soll Vorschläge für die Vernetzung der Radwege machen. "Zum einen gibt es schon sehr viel Radverkehr, vor allem bei Schülern, zum anderen wollen wir ihn weiter fördern, damit auch kleinere Einkäufe häufiger per Fahrrad erledigt werden können", sagt Weingärtner.

Er will auch die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs und setzt darauf, daß es bald den einheitlichen Tarif des HVV auch in Bargteheide gibt. Zudem müßten die Busverbindungen verbessert werden, um mehr Menschen zum Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel bewegen zu können.

Die Gestaltung der Straßen betreffend, sollen Mittelweg und Am Steinkreuz, so die SPD, Spielstraßen bleiben. Dies habe sich bewährt. "Der Rückgang der Zahl und der Schwere der Unfälle ist durch viele Untersuchungen nachgewiesen worden", sagt Weingärtner. Er fordert mehr Geschwindigkeitskontrollen, damit Tempo 30 tatsächlich eingehalten wird.

Die Rathausstraße solle als innerörtliche Ost-West-Verbindung erhalten bleiben. Ausgestattet mit Radwegen und Parkplätzen werden so alle Interessen, auch die der Geschäftsleute, berücksichtigt. "Weitere Parkplätze sollten in der Innenstadt, aber nicht zu nahe an der Wohnbebauung entstehen", meint Weingärtner. Um Anfahrten mit dem Auto durch Wohngebiete zu vermeiden, sind als Standorte der künftige Verkehrsknotenpunkt Bahnhof-/Rathausstraße sowie der Utspann-Parkplatz genannt. Dagegen sollen hinter Süllau 50 Parkplätze wegfallen. Weingärtner: "Wir wollen in der Innenstadt neben den Geschäften auch das Wohnen und das Grün erhalten, damit sie nicht langsam verödet."

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