Hohe Ehrung für einen Juristen

Lang und honorig war die Schlange der Gratulanten, als Rechtsanwalt Klaus Landry gestern im Plenarsaal des Hanseatischen Oberlandesgerichts (OLG) geehrt wurde: Der Hamburgische Anwaltverein verlieh dem 60 Jahre alten Top-Juristen, der seit neun Jahren Präsident der Hanseatischen Rechtsanwaltskammer ist, in einem Festakt den diesjährigen Emil-von-Sauer-Preis. Unter den Gästen: Justizsenatorin Lore Maria Peschel-Gutzeit (SPD), OLG-Präsident Wilhelm Rapp, Strafverteidiger Gerhard Strate.

"Persönlich bin ich bewegt und stolz, mich in die Reihe der Preisträger einordnen zu dürfen", sagte Landry. Seit 1973 ehrt der Anwaltverein jedes Jahr hochgestellte Persönlichkeiten, die sich um "das hamburgische und deutsche Rechtswesen verdient gemacht" haben. Es ist ein Preis in Erinnerung an den Juristen Emil von Sauer, der nach dem Zweiten Weltkrieg in Hamburg und bundesweit die anwaltlichen Standesorganisationen mit aufgebaut hat. Jürgen Keyl, Erster Vorsitzender des Anwaltvereins, lobte gestern Landrys Verdienste um die gute Kooperation zwischen Anwaltskammer und Anwaltverein.

Landry, im sächsischen Zittau als Sohn eines Kaufmanns geboren, wirkt seit 1968 in Hamburg als Advokat. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder. Der Fachanwalt für Steuerrecht, Seniorpartner in der Kanzlei Graf von Westphalen Fritze & Modest, zählt das Zoll- und Subventionsrecht zu seinen Spezialrechtsgebieten. Wenn Landry nicht gerade um Recht kämpft, engagiert er sich in zahlreichen Ehrenämtern oder erholt sich - beim Kochen, Skifahren oder bei Klängen von Bach. neh

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