IM GESPRÄCH * Radwegeverordnung

Die zweistufige Radfahrnovelle trat zum ersten Oktober vergangenen Jahres bundesweit als Gesetz in Kraft. Danach sind nur noch die Radwege benutzungspflichtig, die mit einem blauen Radweg-Schild gekennzeichnet wurden.

Laut Hamburger Innenbehörde trifft das auf die Hälfte der 1800 Radweg-Kilometer in der Stadt zu, entsprechend mußten hier Radweg-Schilder im Wert von rund 600 000 Mark aufgestellt werden. Andere Großstädte setzten die Novelle pragmatischer um - in Berlin wurde ganz auf die Kennzeichnung verzichtet. Nicht nur wegen des großen Umfangs und der damit geringen Wahlfreiheit wurde die Beschilderung in Hamburg vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC) kritisiert. Der Club unterstellte der Behörde auch, mit der stark konzentrierten Beschilderung gegen die Vorgaben der Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung verstoßen zu haben. Denn danach dürfen nur folgende Wege als Radwege ausgeschildert werden: Sie müssen in einem zumutbaren Zustand sein, eine Mindestbreite von 1,50 Metern aufweisen (gemeinsame Fuß- und Radwege: 2,50 Meter) und eine "eindeutige, stetige und sichere Linienführung" haben. schmoo Anzeige

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