FDP: Lärm an den Kreuzungen messen

ms Norderstedt - Die FDP fordert in einem Antrag für die morgige Sitzung der Norderstedter Stadtvertreter, daß der Lärm an den großen Kreuzungen im Stadtgebiet gemessen wird. "Über den Fluglärm wird viel geklagt - wie steht es aber mit der Belastung durch den Lärm von Autos und Lkw?" fragt der FDP-Fraktionsvorsitzende Bernd Bassler.

In allen Neubaugebieten lege die Stadt wert auf ausreichen- den Lärmschutz. Andererseits hätten seit Jahren keine Untersuchungen mehr in den Wohngebieten an den viel befahrenen Straßen stattgefunden. Gemessen werden müsse vor allem an den Kreuzungen Ochsenzoll/Schmuggelstieg, Quickborner/Ulzburger Straße, Ulzburger Straße/Rathausallee sowie Poppenbütteler Straße/Segeberger Chaussee.

Wenn die Ergebnisse vorliegen, müsse diskutiert werden, wie diese Bereiche bei Bedarf geschützt werden können. "Es kann nicht sein, daß die Stadt ihre Sorgfaltspflicht gegenüber den alteingesessenen Bürgern vernachlässigt und die jüngsten Erkenntnisse über die Gefahren des Lärms vernachlässigt", sagt Bassler.

Außerdem werden sich die Politiker mit der Telekommunikationsgesellschaft Norderstedt beschäftigen. Die Stadtwerke wollen eine Telefongesellschaft gründen, um rückläufige Einnahmen aus dem freien Strommarkt aufzufangen.

Bremer Spezialisten haben untersucht, wie der neue Marktbereich gewinnbringend angegangen werden kann. Sie empfehlen den Stadtvertretern, die Aufgaben zu verteilen - die Stadtwerke sollen ein leistungsfähiges Datennetz legen, für den Betrieb eine Tochtergesellschaft gründen.

Weiter stehen Formalien auf der Tagesordnung. Zu Beginn der Sitzung wird die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt ihren Tätigkeitsbericht für das vorige Jahr vorstellen. Die öffentliche Sitzung beginnt um 19 Uhr im Plenarsaal des Rathauses.

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